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Fachkräftemangel
VDI-/IW-Ingenieurmonitor zweites Quartal 2017: Die Nachfrage nach Ingenieuren steigt immer weiter, der Fachkräftemangel bleibt ein großes Problem. (Quelle: Aliaksei Lasevich/Fotolia.com)

Fachkräftemangel: 30.000 offene Stellen im Baubereich

Auch im zweiten Quartal 2017 bleibt der Fachkräftemangel ein großes Problem. Bundesweit waren durchschnittlich 78.380 Stellen frei. Insbesondere im Baubereich wird es zunehmend schwierig, die Arbeitskräftenachfrage zu decken. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Ingenieurmonitor, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des VDI vierteljährlich erstellt.

Während die Arbeitskräftenachfrage insgesamt um mehr als 13 Prozent verglichen zum Vorjahresquartal zulegte, suchten zwischen April und Juni 2017 durchschnittlich nur 25.621 Personen eine Beschäftigung in einem Ingenieurberuf – ein Rückgang von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Insbesondere im Baubereich ist dieser Trend spürbar.

Fachkräftemangel: 30.000 offene Stellen im Baubereich

Der Baubereich verzeichnete wie bereits in den vergangenen Quartalen die größte Nachfrage nach Ingenieuren und vereinte mit knapp 30.000 offenen Stellen rund 38 Prozent des gesamten Stellenangebots in den Ingenieurberufen auf sich. In der Folge der wachsenden Nachfrage bei einem sinkenden Arbeitskräfteangebot verfestigen sich im Baubereich die Engpässe. Dies machte sich laut VDI bereits allen voran bei öffentlichen Bau- und Sanierungsvorhaben bemerkbar. So hätten Kommunen teilweise aktuelle Bauvorhaben oder Sanierungspläne verschieben oder gar auf Eis legen müssen. Mit 465 zu besetzenden Stellen je 100 Arbeitslosen war im Baubereich auch der größte Engpass im zweiten Quartal 2017 feststellbar.

Fachkräftemangel: Ausbildung muss gefördert werden!

Der VDI sieht dringenden Handlungsbedarf, Engpässe müssten abgebaut und offene Stellen in den Ingenieurberufen zügig besetzt werden. Dabei gelte es, alle vorhandenen Fachkräftepotenziale zu aktivieren sowie die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses weiter zu fördern. Nur so könne es gelingen, aktuelle wie künftige Herausforderungen zu meistern – angefangen bei der Gestaltung des digitalen Wandels über die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende bis hin zur Stärkung der Innovationsfähigkeit. Ein Rückgang der Nachfrage nach Ingenieuren sei so schnell nicht in Sicht.

Der VDI bietet seinen Mitgliedern mit seiner Karriereberatung folgende Hilfestellungen an:

  • Zeugnischeck
  • Bewerbungscheck
  • Allgemeine Karrierefragen können Ingenieure unter www.vdi.de/karriere stellen

Den vollständigen VDI-/IW-Ingenieurmonitor finden Sie hier. (fei)

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