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Uponor Blue U Award, Energie-Plus-Konzepte
Uponor Blue U Award-Gebäude: Christian Kley hat in seiner Master-Thesis in einer Parameterstudie die energetische und ökonomische Performance von verschiedenen Energie-Plus-Konzepten wie dem Haus Berghalde untersucht. (Quelle: IGS, TU Braunschweig)

Uponor Blue U Award: Systemuntersuchung von Plus-Energie-Konzepten ausgezeichnet

Christian Kley ist der erste Preisträger des Uponor Blue U Awards. Die Jury zeichnete seine Master-Thesis „Energie PLUS – Gebäude-Systemuntersuchungen für eine 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung“ aus.

Uponor Blue U Award, Energie-Plus-Konzepte
Uponor Blue U Award: Christian Kley (Zweiter von links) ist der erste Preisträger des Uponor Blue U Awards. Mit dem Preisträger freuten sich (von links) Frank Jahns, Vertriebsleiter STIEBEL ELTRON, Georg Goldbach Goldbach, Vice President Sales & Marketing Uponor Zentraleuropa, Heiko Folgmann, Executive Vice President Building Solutions Uponor Europe und Univ.-Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch vom IGS der TU Braunschweig.

Georg Goldbach, Vice President Sales & Marketing Uponor Zentraleuropa, überreichte dem 32-Jährigen beim 37. Uponor Kongress am Arlberg die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung.

Der Uponor Blue U Award zeichnet herausragende studentische Leistungen innovativer TGA-Lösungen in Forschung und Anwendung aus. Die Arbeiten aus den Themenfeldern Gesundheit, Behaglichkeit, energieeffiziente Gebäude und TGA-Systeme sollen zudem in Bezug zu den Uponor Werten und Systemlösungen stehen. Der Award wurde in diesem Jahr erstmalig vergeben.

Energie-Plus-Konzepte: Großer Forschungsbedarf

Christian Kley hat in seiner Master-Thesis in einer Parameterstudie die energetische und ökonomische Performance von verschiedenen Energie-Plus-Konzepten untersucht. Aus Sicht des Preisträgers besteht aufgrund der bislang wenig realisierten Gebäude ein großer Forschungsbedarf bei der Entwicklung schlüssiger und wirtschaftlich umsetzbarer Energie-Plus-Konzepte. Auf Basis des Plus-Energie-Wohngebäudes Berghalde in Leonberg wurden thermische Gebäude- und Anlagensimulationen zur Systemuntersuchung von zwei Energie-Plus-Konzepten durchgeführt. Die Modelle wurden anhand von Messdaten validiert. Bei der vergleichenden Betrachtung des im Haus Berghalde installierten Nur-Strom-Konzeptes und eines Strom-Wärme-Konzeptes wurde das Nutzerverhalten über praxisorientierte Tagesprofile sowie aus Messwerten aufgestellter Lastprofile für Trinkwarmwasser und Haushaltsstrom abgebildet.

Nur-Strom-Konzept: Günstiger als Strom-Wärme-Konzept

Das Nur-Strom-Konzept im Haus Berghalde besteht im Wesentlichen aus einer Photovoltaikanlage mit Batteriespeichersystem und einer Wärmepumpe mit Pufferspeicher, beim simulierten Wärme-Strom-Konzept wurden als Komponenten Solaranlage, Biomassekessel und Photovoltaikanlage mit Batterie angenommen. Beide Konzepte wurden auf einen möglichst hohen direkten Eigenstromanteil und solaren Deckungsanteil optimiert.  

Das Ergebnis der vergleichenden Betrachtung der Investitions-, Verbrauchs- und der Betriebskosten ist eindeutig. Beim Nur-Strom-Konzept sind die Jahresgesamtkosten über 20 Jahre um rund 45 Prozent niedriger gegenüber einem Strom-Wärme-Konzept. Es ist zur Erhöhung des Eigenstromanteils, so das Fazit, energetisch und ökonomisch sinnvoller mit dem überschüssigen selbst aus der Photovoltaikanlage erzeugten Strom direkt eine Wärmepumpe zu betreiben, um den Pufferspeicher und die Gebäudemassen mit Wärme aufzuladen, statt ein aufwendiges und kostenintensives Batteriesystem zu installieren. (fei)

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