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Von der Brennstoffzellen-Technologie (v.l.) überzeugt: Uwe Wendler (Karl Brand Haustechnik), Ulric Bökamp (Bökamp GmbH), Oliver Kühle (Brötje), Ulrich Brock (Schlosserei Brock), Olaf Schneider (Bökamp) und Andreas Ballhausen (Ceramic Fuel Cells). (Quelle: GC-Gruppe)

GC-GRUPPE bringt Zukunftstechnologie voran

Brennstoffzellen gelten als umweltfreundliche Technologie der Zukunft. Mit ihren geringen Emissionen und ihrer hohen Effizienz stellen sie ein enormes Potenzial für eine dezentrale Energieversorgung dar. Um die Zukunftstechnologie voranzubringen, hat die Gütersloher Karl Brand KG als Mitglied der GC-GRUPPE zusammen mit 19 Fachhandwerksunternehmen aus der Region Ostwestfalen das Brennstoffzellen Cluster OWL ins Leben gerufen.

Noch steht die Brennstoffzellen-Technologie am Anfang. Die momentan 19 Netzwerk-Partner sind aber davon überzeugt, dass sie sich in den kommenden Jahren auf breitem Feld durchsetzen wird. Bestätigt sehen sie sich jetzt durch die Inbetriebnahme der ersten kommerziell genutzte Brennstoffzelle in der Region.

Seit September produziert die Brennstoffzelle BlueGEN des deutsch-australischen Herstellers Ceramic Fuel Cells (CFC) im Heizungsraum der Kunstschlosserei Brock im ostwestfälischen Schloss Holte zuverlässig elektrischen Strom und Wärme. Kombiniert wurde sie mit einem Gas-Brennwert-Gerät, einem vorhandenen Küchenofen und einem Pufferspeicher. Dank des hohen elektrischen Wirkungsgrads von 60 Prozent (inklusive Wärme beträgt der Wirkungsgrad 85 Prozent) rechnet Firmeninhaber Ulrich Brock mit einer Halbierung seiner jährlichen Stromkosten.

Rund 13.000 Kilowattstunden elektrischen Strom erzeugt die Brennstoffzelle im Jahr. Was Brock nicht selbst benötigt, speist er gegen eine Vergütung ins öffentliche Stromnetz ein. Die nebenbei anfallende Wärme kann er unter anderem zur Heizungs-Unterstützung und zur Warmwasserbereitung nutzen. Für diesen Zweck müssen vorhandene Heizungsanlagen nicht unbedingt erneuert werden. „Die Brennstoffzelle kann meist ganz einfach in bestehende Systeme integriert werden. Die Kombination mit einem Gas-Brennwert-Kessel, einer Wärmepumpe, einem Holzkessel oder anderen Geräten ist natürlich auch möglich“, sagt Uwe Wendler von der Karl Brand KG.

„BlueGEN bietet die Möglichkeit, ganzjährig, zuverlässig, emissionsarm und sehr effizient Energie zu erzeugen“, fasst Wendler die Vorteile der Zukunftstechnologie zusammen. Die momentan lieferbaren Geräte sind für kleinere Gewerbebetriebe und größere Wohnhäuser ausgelegt. “Hier können sie sowohl die Stromkosten als auch die CO2-Emissionen halbieren“, sagt Andreas Ballhausen von Ceramic Fuel Cells.

Auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die Brennstoffzelle  eine interessante Alternative, unter anderem Dank staatlicher Förderprogramme. Momentan stellt das Bundesland Nordrhein-Westfalen eine Förderung in Höhe von 13.000 Euro (ab 2015: 12.500 Euro) zur Verfügung. Sachsen fördert die Investition mit 22.500 Euro, Hessen mit 17.000 Euro und Baden-Württemberg mit 9.000 Euro.

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