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Grundfos, Pumpenhersteller
Grundfos Konzernpräsident Mads Nipper: „Gemessen in Euro sind das Wachstum und die Rentabilität der Gruppe enttäuschend ausgefallen“. (Quelle: Grundfos)

Grundfos: Jahresabschluss 2014 mit starker Marktposition und schwacher Rendite

Der Pumpenhersteller Grundfos musste sich 2014 einem stärkeren Wettbewerb, geringeren Wachstumsraten auf den europäischen Märkten und ungünstigen Wechselkursen stellen.

Starkes Wachstum in den Vereinigten Staaten und China stärken zwar die Position von Grundfos auf dem globalen Markt, doch bei der Rentabilität ist ein weiterer Rückgang zu verzeichnen. Mit einer neuen Strategie soll dieser Entwicklung entgegengewirkt werden.

Im Jahr 2014 erlebte die Grundfos Gruppe, gemessen in lokalen Währungen, ein Umsatzwachstum von 5,7 Prozent. Diese Entwicklung hat den weltweiten Marktanteil des Konzerns gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr war 2014 vor allem in den ersten sechs Monaten von negativen Auswirkungen der Währungsschwankungen geprägt. Insgesamt hat sich der Nettoumsatz infolge von Wechselkursschwankungen um 4,1 Prozent reduziert, was einem Umsatzwachstum in Euro von 1,6 Prozent und einem Umsatz von 3,2 Milliarden Euro entspricht. Die Eigenkapitalquote des Konzerns ist von 67 Prozent im Jahr 2013 auf 68,1 Prozent gestiegen. Die verzinslichen Nettoeinlagen des Konzerns betragen 360 Millionen Euro.

„Angesichts der Tatsache, dass eine Vielzahl von Märkten unter einem geringen Wachstum leiden, fiel das Gesamtwachstum insgesamt zufriedenstellend aus. Wir haben unsere Position auf dem globalen Markt halten und sogar trotz des verschärften Wettbewerbs, vor allem in Asien, verbessern können. Aber gemessen in Euro sind das Wachstum und die Rentabilität der Gruppe enttäuschend ausgefallen“, sagt Grundfos Konzernpräsident Mads Nipper.

Mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes wird in Europa erwirtschaftet und damit wesentlich durch die europäische Marktentwicklung beeinflusst. Ein allgemein geringes Wachstum der europäischen Volkswirtschaften führte daher zu einer bescheidenen Wachstumsrate für Grundfos.

Grundfos: Baut Marktposition in den USA aus

Seit einigen Jahren hat Grundfos seine Marktposition in den Vereinigten Staaten ausgebaut. Für 2014 konnte ein Wachstum von 11 Prozent in US-Dollar verzeichnet werden, womit, wie auch mit den erzielten Wachstumsraten in Südamerika, die Erwartungen übertroffen wurden. Der chinesische Markt ist im Jahr 2014 um rund 9 Prozent gewachsen. Die Gründung von Niederlassungen in Zentral- und Westchina zeigt damit erste positive Ergebnisse. Während der zweiten Jahreshälfte ging das Wachstum allerdings aufgrund der Konjunkturabschwächung auf dem chinesischen Immobilienmarkt zurück, was das Unternehmen vor die Herausforderung stellt, die Wachstumsraten in den kommenden Jahren zu halten.

Der Trend der letzten Jahre, in denen sich die Rentabilität verschlechtert hatte, setzte sich im Jahr 2014 fort. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 118 Millionen Euro, im Vergleich zu 201 Millionen Euro im Vorjahr. Insbesondere geringere Margen infolge des verschärften Wettbewerbs, wie auch ungünstige Währungsentwicklungen und eine nachteilige geographische Umsatzverteilung haben sich negativ auf die Rentabilität ausgewirkt.

Grundfos: Konzernstrategie 2020

Mit einer neuen Strategie soll sichergestellt werden, dass das Potenzial des Unternehmens zur Entfaltung kommt. Die neue Konzernstrategie 2020 steht für klare und gemeinsame Zielsetzungen und weniger komplexe Unternehmensstrukturen. Sie setzt Prioritäten bei Geschäftsfeldern und Märkten und definiert die wichtigsten strategischen Initiativen und Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bis zum Jahr 2020. Die Ziele und Erwartungen des Konzerns für das Jahr 2015 sind ein moderates Umsatzwachstum, doch vorrangig eine Verbesserung der Rentabilität. (gra)

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