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Innovative Gebäudetechnik – Eisspeicher geht im Oktober in Betrieb

Der Anbieter von Reinigungslösungen Ecolab wird an seinem neuen Firmensitz in Monheim bei Düsseldorf ein Eisspeicher-System für die Gebäudeheizung und Klimatisierung einsetzen. Mit 1,6 Millionen Litern Fassungsvermögen handelt es sich dabei um die weltweit größte Anlage ihrer Art. Hersteller des innovativen Eisspeicher-Systems, das nahezu CO2-frei arbeitet, ist das Friedrichshafener Technologieunternehmen Isocal in Kooperation mit Viessmann, Allendorf.

Der Anbieter von Reinigungslösungen Ecolab wird an seinem neuen Firmensitz in Monheim bei Düsseldorf ein Eisspeicher-System für die Gebäudeheizung und Klimatisierung einsetzen. Mit 1,6 Millionen Litern Fassungsvermögen handelt es sich dabei um die weltweit größte Anlage ihrer Art. Hersteller des innovativen Eisspeicher-Systems, das nahezu CO2-frei arbeitet, ist das Friedrichshafener Technologieunternehmen Isocal in Kooperation mit Viessmann, Allendorf.

Angaben des Geschäftsführers des für die Gesamtplanung der neuen Ecolab-Zentrale zuständigen Büros PBS & Partner zufolge lassen sich mit dem Eisspeicher über fünfzig Prozent Energiekosten einsparen. Außerdem würden damit fast ausschließlich regenerative Energiequellen nutzen.

Mit Ecolab setzt ein weiteres Großunternehmen auf SolarEis-Technologie. Bisher nutzen neben Privatanwendern, Unternehmensverwaltungen und Logistikzentren vor allem Hotels, Kliniken und öffentliche Einrichtungen das System. In der Deutschlandzentrale von Ecolab werden damit ab Ende Oktober mehr als 22.000 Quadratmeter Labor- und Verwaltungsflächen auf fünf Etagen versorgt.

Das Grundprinzip: Energie, die beim Gefrieren von Wasser entsteht, wird mithilfe einer Wärmepumpe zum Heizen genutzt. „Die Verwandlung von Kälte zu Wärmeenergie erfolgt dabei ähnlich wie bei einem Kühlschrank, nur umgekehrt“, erklärt der Erfinder des Eisspeichers Alexander von Rohr.

Zusätzlich zapft die Wärmepumpe weitere regenerative Energiequellen an – Sonne und Luft über Dachkollektoren und die natürliche Erdwärme in direkter Umgebung der unterirdischen Eiswasserzisterne. Diese fungiert als Latentwärmespeicher, in den sich Energie über längere Zeit einlagern und je nach Bedarf abrufen lässt. In den Sommermonaten liefert die Anlage Kälte für die Gebäudeklimatisierung, die als eine Art „natürliches Abfallprodukt“ in der Tauphase des Eisspeichers anfällt.

Neben dem Speicher selbst besteht die Anlage aus zwei Wärmepumpen vom Typ Viessmann/KWT, 66 Sonnen-/Luftkollektoren, 140 Kilometer Heiz- und Kühlleitungen, mehreren Hundert Flachheizkörpern, sowie den Steuerungseinheiten der Energiezentrale im Basement.

Um den Wärmebedarf des Gebäudes von 1,2 Megawatt zu decken, kommen Wärmepumpen mit einer Leistung von insgesamt 840 kW sowie zwei Gasbrennwertkessel zum Einsatz, die bei Extremkälte zugeschaltet werden können. Die Anlage läuft mit einer Vorlauftemperatur von 45 und einer Rücklauftemperatur von 38 Grad Celsius. Die Raumtemperatur in den Laboren und Büros von Ecolab beträgt ganzjährig 20 bis 22 Grad Celsius.

Um zusätzlich Energiekosten zu sparen, wird auch die Prozesswärme aus den Laboren für die Wärmeerzeugung genutzt. Ausschlaggebend für die Entscheidung, ein Eisspeicher-System zu installieren, seien in diesem Fall vor allem auch die örtlichen Gegebenheiten gewesen. Ursprünglich sei eine geothermische Anlage ins Auge gefasst worden. Allerdings liege das Gebäude in einem Trinkwassergewinnungsgebiet, weshalb Tiefbohrungen an dieser Stelle nicht zulässig seien.

Bild: Rita Thielen / pixelio.de

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