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Flüssiggas, BHKW
Mini-BHKW: Lässt sich kostengünstig und leitungsunabhängig mit Flüssiggas betreiben. (Quelle: ASUE e.V.)

Mini-Blockheizkraftwerke bis 20 kW: Jetzt mehr Fördergelder

Kleine Gewerbe und Hauseigentümer erhalten ab sofort höhere Zuschüsse, wenn sie Strom und Wärme mit einem Mini-BHKW selbst zu produzieren. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat die Förderrichtlinien für Blockheizkraftwerke in Bestandsbauten mit Mini-KWK-Anlage bis 20 Kilowatt elektrisch (kWel) diesbezüglich überarbeitet.

Ein Umstieg lohnt sich vor allem für Betreiber veralteter Ölheizungen, denn Mini-BHKWs lassen sich kostengünstiger und leitungsunabhängig mit Flüssiggas betreiben. Die Förderung besteht aus drei Bausteinen. Erstens erhalten die Antragsteller einen nicht rückzahlbaren Investitionszuschuss je nach Leistungsklasse. So wird beispielsweise eine Anlage mit einer Leistung von sieben Kilowatt mit 3.100 Euro gefördert. Das sind 400 Euro mehr als im Vorjahr. Ein solches Modell eignet sich für kleinere Betriebe wie Hotels, Schwimmbäder oder Krankenhäuser.

Zweitens zahlt der Staat einen Wärmeeffizienzbonus in Höhe von 25 Prozent der gewährten Basisförderung für Geräte, die mit einem serienmäßigen oder nachgerüsteten Abgaswärmetauscher zur Brennwertnutzung ausgestattet und an ein hydraulisch abgeglichenes Heizungssystem angeschlossen sind. Drittens ist ein Stromeffizienzbonus in Höhe von 60 Prozent der Basisförderung für Anlagen mit einem besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad möglich. Unterm Strich summieren sich der Investitionszuschuss und die Boni im oben genannten Beispiel auf eine Gesamtförderung von bis zu 5.735 Euro.

BHKW und Flüssiggas: Kraft-Wärme-Kopplungsbonus

Die Betreiber erhalten für jede mit dem BHKW erzeugte Kilowattstunde (kWh) Strom einen staatlichen Kraft-Wärme-Kopplungsbonus von 5,41 Cent ausgezahlt. Darüber hinaus werden viele BHKW-Betreiber von Verbrauchern zu Erzeugern: Wenn die Anlage mehr Strom produziert, lässt sich dieser ins öffentliche Netz einspeisen. Die Vergütung richtet sich nach dem an der Leipziger Strombörse ermittelten durchschnittlichen Quartalspreis für eine Kilowattstunde. Dieser liegt aktuell bei rund 3,482 Cent/kWh.

Gewerbetreibende und Eigentümer, die nicht an das Erdgasnetz angeschlossen sind, aber trotzdem ein BHKW installieren möchten, finden in Flüssiggas eine netzunabhängige Alternative: Der Brennstoff wird ober- oder unterirdisch in Tanks direkt vor Ort zur Verfügung gestellt. Zudem profitieren die Betreiber von Flüssigas-BHKWs von steuerlichen Vergünstigungen. Pro Kilogramm sind dies 6,06 Cent. Kunden des Energieversorgers Primagas können darüber hinaus den kostenlosen Förderservice in Anspruch nehmen, der alle Zuschussprogramme von Bund, Ländern und Gemeinden ermittelt und die Anträge bis zur Unterschrift vorbereitet. (fei)

Mehr zum Thema Mini-Blockheizkraftwerke: Mini-Blockheizkraftwerke. Grundlagen, Gerätetechnik, Betriebsdaten, Bernd Thomas, 348 S., ISBN: 9783834332110

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