Recknagel
Reichen die geplanten Maßnahmen der Regierung aus, um den schlafenden Riesen Wärmemarkt zu wecken und die Klimaziele bis 2020 zu erreichen? (© bilderstoeckchen - Fotolia.com)

Differenzierte Branchen-Reaktionen auf das beschlossene Aktionsprogramm Klimaschutz

Die vom Kabinett beschlossenen energiepolitischen Maßnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoßes stoßen in der Branche auf unterschiedliche Reaktionen.

Das Bundeskabinett hatte am 03.12.2014 das Aktionsprogramm Klimaschutz beschlossen, mit dessen Hilfe der Ausstoß von Kohlendioxid in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent sinken soll.

Einen ausführlichen Bericht zu den geplanten Maßnahmen finden Sie hier.

PRO:

(Quelle: FGK)

„Bundestag und Bundesrat dürfen steuerliche Förderung nicht zu Fall bringen“, warnt Günther Mertz, Geschäftsführer der Repräsentanz der Verbände der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) Berlin.

(Quelle: ZVSHK)

„Die Chancen sind jetzt deutlich größer, dass bei Deutschlands Hausbesitzern die Bereitschaft zur Investition in eine neue Heizungsanlage steigen wird“, sagt Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer des Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).

(Quelle: BDH)

„Die Steuerabschreibung ist ein wichtiger Impuls gegen den Modernisierungsstau“, sagt Manfred Greis, Präsident des Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH).

(Quelle: Zukunft ERDGAS)

„Die Politik tut gut daran, wenn sie die Hausbesitzer unterstützt, die Wahl der Maßnahmen aber ihnen überlässt“, erklärt Dr. Timm Kehler, Sprecher des Vorstands von Zukunft ERDGAS.

(Quelle: BSW)

„Wir hoffen, dass damit der Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern endlich aufgelöst wird“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW).

CONTRA:

(Quelle: BDEW)

„Energiekabinett bringt keinen energiepolitischen Durchbruch“, bemängelt Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin.

(Quelle: DEPV)

„Die Maßnahmen sind zu stark auf Dämmung und Effizienz und zu wenig auf den Umbau des Wärmemarktes ausgerichtet“, kritisiert Andreas Lingner, Vorsitzender des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes e.V. (DEPV).

(Quelle: VKU)

„Die Einsparung von 22 Millionen Tonnen CO2 wird aufgeführt, ohne zu konkretisieren, wie sie eingespart werden sollen", sagt Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU).

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