Recknagel
SINTEG: Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende. (Bild: davis/Fotolia.com)

BMWi präsentiert SINTEG: Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie will mit dem neuen Förderprogramm "Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende" in Modellregionen Konzepte für die Energiewende mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen.

Weil die Umgestaltung der Energieversorgung in Deutschland auf die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien setzt, erfordern die Fluktuationen bei der Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie Flexibilität auf Erzeuger- und Nachfrageseite für einen sicheren und stabilen Netzbetrieb. Dazu fördert das BMWi die Entwicklung von effizienten, massentauglichen Verfahren, Systemführungskonzepten, Speichertechnologien sowie Mess- und Kommunikationstechnologien.

SINTEG sieht vor, als „Schaufenster intelligente Energie“ geplante Förderregionen auszuwählen, die Modellcharakter für den weiteren Ausbau der Energiewende in Deutschland haben, und in denen ein hoher Anteil installierter Leistung aus erneuerbaren Energien vorliegt. Aufbauend auf den Erfahrungen und Ergebnissen bisheriger Forschung und Entwicklung soll im Rahmen des Programms die Weiterentwicklung vorangetrieben werden und es soll ein Austausch mit anderen Förderinitiativen etwa mit „Zukunftsfähige Stromnetze“ und „Forschungsforum Energiewende“ erfolgen.

Smart Grid: Mehr Flexibilität für das Stromnetz

In den SINTEG-Modellregionen sollen intelligente IKT-basierte Netze (Smart Grids) mit bis zu 100 Prozent erneuerbaren Energien Systemsicherheit gewährleisten und ein verbessertes Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Speicherung und Netz demonstrieren. Bei einer innovativen Flexibilisierung des Verbrauchs ließen sich beispielsweise Zentren mit hoher Bevölkerungs- und Industriedichte mit anderen Regionen intelligent vernetzen, in denen temporäre Überschüsse an erneuerbaren Energien vorliegen.

SINTEG: Bis zu 80 Millionen Euro Fördergeld

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel: "Mit dem Förderprogramm schaffen wir einen Wettbewerb der innovativsten Ideen. Wir werden mindestens zwei großflächige Schaufensterregionen mit insgesamt bis zu 80 Millionen Euro fördern, um Wissen, Erfahrungen und Aktivitäten systemübergreifend zu bündeln. Mit Innovationen für intelligente Energiesysteme wollen wir ermöglichen, dass Verbraucher künftig leichter aktiv am Energiemarkt teilnehmen können. Zugleich wollen wir die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen stärken. Das Förderprogramm SINTEG ist deshalb auch Teil des Maßnahmenpakets 'Innovative Digitalisierung der Deutschen Wirtschaft' und damit ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der Digitalen Agenda der Bundesregierung." (asc)

Die Förderbekanntmachung stellt der Bundesanzeiger-Verlag hier (PDF mit 121 KB) zum Download bereit.

Verwandte Themen
energetische Sanierung
dena-Wirtschaftlichkeitstool für energetische Sanierungen überarbeitet weiter
Reinhaltung der Luft
Neue Roadmap „Kommission Reinhaltung der Luft 2030“ veröffentlicht weiter
DGNB-Preis „Nachhaltiges Bauen“, wagnisART
DGNB-Preis „Nachhaltiges Bauen“ geht an „wagnisART“ in München weiter
Technische Gebäudeausrüstung
Neuer Leitfaden zu hydraulischen Verteilersystemen erschienen weiter
EnEff.Gebäude.2050
Ideenwettbewerb „EnEff.Gebäude.2050“: Das sind die Gewinner weiter
erneuerbare Energien, Netzintegration
Integration von erneuerbaren Energien: VDE|FNN legt Fahrplan vor weiter

Relevante Publikationen aus unserer RECKNAGEL-Edition für Sie:

"Energetische Inspektion in der Technischen Gebäudeausrüstung" von Joachim Trogisch
Leitfaden für Kompressionswasserkühlsätze
"Leitfaden für Lüftungs-und Klimaanlagen" von Lars Keller
"EnergieSynergie - optimiert planen, bauen und sanieren" von Volker Drusche