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Mit dieser 10-Punkte-Agenda soll die Energiewende erreicht werden. (Quelle: BMWi)

Auf einen Blick: die Gesamtstrategie für die Energiewende

Die Energiewende ist der Weg in eine sichere und saubere Zukunft. Für diesen Schritt wurden ambitionierte Ziele gesetzt (u.a. im Energiekonzept vom September 2010, im Energiepaket vom Juni 2011 und im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vom Dezember 2013). So sollen erneuerbare Energien schon im Jahr 2025 40 bis 45 Prozent unserer Stromversorgung schultern. Bis 2035 soll unser Strom zu 55 bis 60 Prozent und bis 2050 zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen kommen.

Die nächsten Schritte, die zur Bewältigung dieser Herausforderungen nötig sind, wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in einer "10-Punkte-Energie-Agenda" skizziert. Sie zeigt die zentralen Vorhaben zur Energiewende in der 18. Legislaturperiode auf. Ebenso verzahnt sie die verschiedenen Handlungsfelder der Energiewende zeitlich und inhaltlich.

1. Erneuerbare Energien, EEG

Mit der Reform des EEG haben wir die Förderung der erneuerbaren Energien zukunftsfähig gemacht, einen anspruchsvollen Ausbaupfad festgelegt und dafür gesorgt, dass stromintensive Produktion in Deutschland wettbewerbsfähig bleibt. Nun folgen weitere Schritte auf dem Weg zu einer wettbewerblichen Förderung der erneuerbaren Energien.

2. Europäischer Klima- und Energierahmen2030

Die laufende Diskussion zum europäischen Klima- und Energierahmen 2030 hat eine wichtige strategische Bedeutung für die künftige Ausrichtung der europäischen und nationalen Klima- und Energiepolitiken - und damit für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende.

3. Reform des europäischen Emissionshandels

Der EU-Emissionshandel muss reformiert werden. Ausreichende Anreize sind notwendig, damit in Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgasemission investiert wird.

4. Strommarktdesign

Das Strommarktdesign der Zukunft muss für einen effizienten Kraftwerkseinsatz bei wachsenden Anteilen erneuerbarer Energien sorgen. Gleichzeitig muss es Versorgungssicherheit gewährleisten.

5. Effizienzstrategie

In der vor uns liegenden Phase der Energiewende kommt der Steigerung der Energieeffizienz eine maßgebliche Bedeutung zu. Daher bauen wir die Steigerung der Energieeffizienz zur zweiten Säule der Energiewende aus.

6. Gebäudestrategie

Bis Ende 2014 erarbeiten wir einen Sanierungsfahrplan, der zeigt, wie wir bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand erreichen. Im Anschluss daran steht die ganzheitliche Gebäudestrategie auf der Agenda.

7. Übertragungsnetze

Damit unsere Stromversorgung sicher und bezahlbar bleibt, brauchen wir mehrere tausend Kilometer neue Stromtrassen. Nur so kann künftig Strom aus erneuerbaren Energien tatsächlich in jede Steckdose in Deutschland gelangen.

8. Verteilernetze

Auch die Verteilernetze müssen wir fit für die Anforderungen der Energiewende machen. Denn über diese wird ein Großteil der erneuerbaren Stromerzeugung angeschlossen.

9. Monitoring

Um die Entwicklungen der Energiewende kontinuierlich und detailliert zu beobachten und bei Zielabweichungen eingreifen zu können, hat die Bundesregierung den Monitoring-Prozess "Energie der Zukunft" ins Leben gerufen.

10. Energiewende-Plattformen

Die frühzeitige Beteiligung der gesellschaftlichen Gruppen ist wichtig für den Erfolg der Energiewende. Dazu haben wir die bestehenden Fachforen und Plattformen neu geordnet.

Hier können Sie die ausführliche 10-Punkte-Agenda des BMWi herunterladen.

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