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NAPE: Zwei Förderprogramme unterstützen Kommunen bei der Energiewende. (Quelle: Tim Reckmann/pixelio.com)

NAPE: Förderprogramme sollen Kommunen unterstützen

Als erste Sofortmaßnahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) hat das Bundeswirtschaftsministerium die Programme zur Förderung von kommunalen Energieeffizienz-Netzwerken und zur Beratung zum Energieeinspar-Contracting aufgelegt.

Die Durchführung der Fördermaßnahmen obliegt dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Für beide Programme sind im Energie- und Klimafonds Finanzmittel in Höhe von rund 50 Mio. Euro vorgesehen.

Förderung von Energieeffizienz-Netzwerken: Innovationen auf den Markt bringen

Ziel dieses Programms ist es, durch die Förderung beispielhafter Netzwerke von Kommunen Aktivitäten zu unterstützen, die sich als erfolgreich herausgestellt haben, vom Markt in dieser Form aber nicht angeboten werden. Vor diesem Hintergrund sollen zirka 20 kommunale Energieeffizienz-Netzwerke initiiert, geeignete Maßnahmen zur Minderung des Energieverbrauchs identifiziert, und die Umsetzung von Einsparzielen, die sich die Netzwerkteilnehmer selbst setzen, begleitet werden. Das Programm richtet sich an kommunale Gebietskörperschaften mit bis zu 20.000 Einwohnern.

Gefördert werden zunächst die Gewinnung von Kommunen für die Einrichtung eines Netzwerks sowie anschließend eine professionell betreute, mehrjährige Netzwerkzusammenarbeit auf qualitativ hohem Niveau.

Die Richtlinie zur Förderung von Energieeffizienz-Netzwerken von Kommunen sowie weiterführende Informationen, stehen unter folgendem Link zum Download zur Verfügung.

Förderungen von Beratungen zum Energiespar-Contracting

Eine unabhängige und qualifizierte Contracting-Beratung in Anspruch zu nehmen und dadurch bestehende Energieeinsparpotenziale in den eigenen Liegenschaften zu erschließen, das ist das Ziel des Programms Förderung von Beratungen zum Energiespar-Contracting.

Förderfähig sind je Antragsteller und Standort eine Orientierungsberatung und entweder eine Umsetzungsberatung oder eine Ausschreibungsberatung. Die Antragsteller müssen Eigentümer der Immobilien und Liegenschaften sein, die Beratungsgegenstand sein sollen. Deren Energiekosten müssen mindestens 100.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer betragen.

Förderfähig sind Ausgaben für Beratungsleistungen des Projektentwicklers, einschließlich der Ausgaben für die Erstellung der Abschlussberichte bzw. der Erstellung der Leistungsbeschreibung.

Die Richtlinie zur Förderung von Beratungen zum Energiespar-Contracting, weiterführende Informationen sowie die Kontaktdaten des Ansprechpartners bei der BAFA stehen unter folgendem Link zum Download zur Verfügung. Die Antragstellung für dieses Programm soll ab Mitte Februar möglich sein. (gra)

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