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Marktanreizprogramm: Um eine Basisförderung vom Staat zu bekommen, müssen Wärmepumpen eine definierte Jahresarbeitszahlen erreichen. Stiebel Eltron bietet dazu ein MAP-Rechner-Tool an. (Quelle: Stiebel Eltron).

Fördergelder für effiziente Wärmepumpen: Zuschüsse bei Sanierungen und Neubau

Die Bundesregierung will, dass mehr effiziente Wärmepumpen installiert werden. Deswegen wurde das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien (MAP) jetzt überarbeitet – seit 1. April gelten die neuen Bedingungen.

„Endlich sind auch im Neubau wieder Fördergelder möglich, wenn man sich für eine passende Wärmepumpe entscheidet“, kommentiert Karlheinz Reitze, Geschäftsführer von Stiebel Eltron. „Ein zweiter Pluspunkt ist, dass es für effizientere Produkte auch mehr Geld gibt.“

Im Neubau müssen Wärmepumpen eine errechnete Jahresarbeitszahl von 4,5 aufweisen, um gefördert zu werden. „Das ist mit qualitativ hochwertigen Produkten und entsprechenden Baustandards durchaus zu erreichen“, sagt Reitze. Für Erdreich-Wärmpumpen, bei denen gebohrt wird, sind mindestens 4.500 Euro Zuschuss möglich. „Rechnerisch wird damit ein großer Teil der Kosten für die Bohrung von dem Zuschuss gedeckt. Das macht die Erdreich-Wärmepumpe im Neubau attraktiv, denn das Gerät selbst ist günstiger als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit vergleichbarer Leistung.“

Marktanreizprogramm: Bonusförderungen für Energieeffizienz

Die gleichen Zuschüsse gibt es auch in der Sanierung – allerdings mit anderen Jahresarbeitszahlen: Hier gilt eine 3,8 als Mindestanforderung für Erdreich- und Grundwasser-Wärmepumpen. Luft-Wärmepumpen müssen eine 3,5 vorweisen. Die Förderung für diese Geräte ist zwar geringer, aber ebenfalls nicht außer Acht zu lassen: leistungsgeregelte oder monovalent arbeitende Geräte werden mit mindestens 1.500 Euro, andere mit 1.300 Euro gefördert.

Erreicht die Wärmepumpe im Bestandshaus eine Jahresarbeitszahl von 4,5, wird der Zuschuss unter bestimmten Bedingungen noch einmal um 50 Prozent erhöht. „Auch das ist eine gute Nachricht“, so der Stiebel-Eltron-Geschäftsführer, „denn damit werden besonders effiziente Produkte mehr gefördert – das kommt uns als Qualitäts- und Technologieführer natürlich sehr entgegen.“ Schließlich sind verschiedene zusätzliche Bonusförderungen möglich, etwa 500 Euro für einen entsprechenden Pufferspeicher, wenn die Wärmepumpe eine SG-Ready-Schnittstelle aufweist. So ist bei der Nutzung einer Erdreich-Wärmepumpe im Bestand ein Zuschuss von 7.250 Euro durchaus möglich.

Wie hoch die Förderung im Einzelfall tatsächlich ist, lässt sich mit dem Stiebel-Eltron-MAP-Rechner-Tool ermitteln. Mehr Infos dazu und zu den neuen Förderbedingungen unter www.stiebel-eltron.de/MAP2015. (gra)

Mehr zum Thema Wärmepumpe: Praxis Wärmepumpe. Technik, Planung, Installation, Stefan Sobotta, 340 S., ISBN: 9783410233626

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