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Energiewende im Wärmemarkt
Energiewende im Wärmemarkt: Die Novellierung des Marktanreizprogramms setzt Impulse, um den Erneuerbare Wärme-Markt in Schwung zu bringen. (Quelle: fotomek/Fotolia.de)

Energiewende im Wärmemarkt: Marktanreizprogramm tritt am 1. April in Kraft

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die Novelle der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm, MAP) vorgelegt. Bis zum Jahr 2020 sollen 14 Prozent des deutschen Wärme- und Kälteenergiebedarfs durch Erneuerbare Energien abgedeckt werden.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel dazu: "Die Novelle des Marktanreizprogramms ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz. Mit innovativen Elementen, wie beispielsweise der Einführung einer ertragsabhängigen Förderung bei Solarthermie und anspruchsvollen Effizienzkriterien, setzt das MAP neue Maßstäbe für die Heizungsbranche. Über verbesserte Förderanreize wollen wir so den Zubau erneuerbarer Energien im Wärmemarkt deutlich beschleunigen."

Außerdem wird beabsichtigt, das Programm für den gewerblichen Bereich stärker zu öffnen. Für die Energiewende im Wärmemarkt ist die Einbeziehung von Betrieben elementar. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können deshalb vom MAP verstärkt profitieren und erhalten in dem für Unternehmen zugeschnittenen KfW-Teil des Programms einen sogenannten KMU-Bonus von 10 Prozent. Auch für große Betriebe soll die Antragsberechtigung sowohl mit Blick auf Investitionszuschüsse als auch für Darlehen und Tilgungszuschüsse erweitert werden.

Energiewende im Wärmemarkt: Marktanreizprogramm mit 300 Millionen Euro

Mit einem Volumen von über 300 Mio. Euro pro Jahr ist das Marktanreizprogramm das zentrale Instrument zum Ausbau erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. Das MAP fördert private, gewerbliche und kommunale Investitionen in Heizungsanlagen oder größere Heizwerke, die erneuerbare Energien nutzen, und in Wärmenetze, die erneuerbar erzeugte Wärme verteilen. Die Förderung unterstützt dabei primär die Errichtung von Anlagen im Gebäudebestand. Im Neubau ist eine Förderung nur bei bestimmten innovativen Anlagentypen möglich.

Die Reform reagiert durch neue Impulse und eine Anpassung an den aktuellen Stand der Technik auf eine derzeit verhaltene Marktdynamik. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte hat sich seit 2012 nur langsam weiterentwickelt und liegt derzeit bei 9,9 Prozent. Die Novelle des MAP ist daher erforderlich, um das ambitionierte Ziel des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes von 14 Prozent Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 zu erreichen.

Die novellierte Förderrichtlinie tritt am 1. April 2015 in Kraft. Diese nichtamtliche Lesefassung ist auf der Webseite des BMWi hier abrufbar. Zusätzliche Informationen zum Marktanreizprogramm finden Sie auf der BMWi Übersichtsseite zum Marktanreizprogramm. (gra)

 

 

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