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Solarstromspeicher in Deutschland
Die Anzahl der installierten Solarstromspeicher in Deutschland steigt. (Quelle: vege/Fotolia)

BSW rechnet mit starkem Anstieg von Solarstromspeichern

20.000 Solarstromspeicher wurden 2016 in Deutschland neu installiert. Der BSW begrüßt den Aufwärtstrend und prognostiziert weiteres Wachstum.

Rund 52.000 Solarstromspeicher waren Ende 2016 in Deutschland installiert. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) auf Basis einer aktuellen Markterhebung heute in Berlin mit. Damit sind im vergangenen Jahr gut 20.000 neue Heimspeicher hinzugekommen.

Wer sich einen Stromspeicher zulegt, kann größere Mengen des selbst erzeugten Solarstroms auch selbst verbrauchen. Das ist ein konkreter Nutzen für Verbraucher. Weil für den solaren Eigenverbrauch keine EEG-Förderung gewährt und zugleich Netzausbau vermieden wird, profitiert auch die Allgemeinheit von solaren Heimspeichern,

erläutert BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

Solarstromspeicher im Vorteil

Batteriespeicher sind ein wesentlicher Baustein der Energiewende, weil sie mit ihrer Pufferfunktion das Stromnetz stabilisieren: Bei großem Stromangebot können sie Elektrizität aufnehmen, bei großer Stromnachfrage wieder abgeben. Bereits die heute installierten Speichersysteme können so viel Strom puffern, wie für 360.000 Ladungen 60°-C-Wäsche benötigt wird.

Solarstromspeicher erhöhen die Aufnahmefähigkeit der lokalen Stromnetze, sodass mehr Photovoltaikanlagen an das bestehende Netz angeschlossen werden können. Der intelligente Einsatz von Photovoltaik-Heimspeichern kann den Anteil von Erneuerbaren Energien im Haushalt erhöhen und Kosten für den lokalen Netzausbau reduzieren. Das bestätigte auch die Deutsche Energie-Agentur dena jüngst mit einer eigenen Studie.

Wirtschaftlichkeit durch sinkende Preise

Die im BSW-Solar organisierten Speicheranbieter rechnen mit einem weiteren Anziehen der Nachfrage. Innerhalb der nächsten zwei Jahre dürfte sich die Zahl der installierten Stromspeicher auf 100.000 verdoppeln, so ihre Prognose. Allein in den letzten drei Jahren sind die Preise für Heimspeicher um 40 Prozent gesunken. Schon jetzt wird zu annähernd jeder zweiten neu installierten Photovoltaikanlage im Eigenheimbereich ein Batteriespeicher direkt dazu gekauft, um größere Mengen des günstigen Solarstroms selbst zu verbrauchen. Dank sinkender Preisen wird auch eine Nachrüstung bei bestehenden Solarstromanlagen immer wirtschaftlicher.

Kostenlose Informationen rund um das Thema Stromspeicher erhalten Verbraucher unter www.die-sonne-speichern.de. Auf dem mit Unterstützung der Bundesregierung aufgebauten Online-Portal erläutert u. a. ein anschaulicher Kurzfilm die Funktionsweise von Solarbatterien in privaten Haushalten. Mit einem eigens entwickelten Anlagenpass setzt sich die Branche gemeinsam mit dem Zentralverband des Elektrohandwerks für eine hohe Qualität bei der Speicherinstallation ein.

Zum Thema: Lesen Sie außerdem, wie die Bundesregierung wieder Solarstromspeicher fördern will

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