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FGK begrüßt Verabschiedung der neuen EnEV: Planungssicherheit für Bauherren

Der Bundesrat hat die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV) verabschiedet. Dies begrüßt der Fachverband Gebäude-Klima e.V. (FGK). Dadurch haben Bauherren mehr Investitions- und Planungssicherheit. Um die für das Erreichen der nationalen Effizienzziele notwendige Verdoppelung der Sanierungsquote von derzeit 1 % zu realisieren, sind jedoch laut FGK die Verstetigung der Fördermittel sowie die steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen unabdingbar.

Der Bundesrat hat die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV) verabschiedet. Dies begrüßt der Fachverband Gebäude-Klima e.V. (FGK). Dadurch haben Bauherren mehr Investitions- und Planungssicherheit. Um die für das Erreichen der nationalen Effizienzziele notwendige Verdoppelung der Sanierungsquote von derzeit 1 % zu realisieren, sind jedoch laut FGK die Verstetigung der Fördermittel sowie die steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen unabdingbar.

Die novellierte EnEV verschärft die energetischen Anforderungen an neuerrichtete Wohn- und Nichtwohngebäude ab 2016 um 25 %. Zudem wird ein unabhängiges Stichprobenkontrollsystem für energetische Inspektionen von Klimaanlagen eingeführt, mit dem die seit langem vom FGK angemahnte Durchsetzung des entsprechenden § 12 der EnEV verbessert werden soll. Eine Studie des Instituts für Luft- und Kältetechnik (ILK) Dresden ergab jüngst, dass die konsequente Umsetzung des § 12 EnEV bis zu 20,4 Terrawattstunden (TWh) Wärme und 12,5 TWh Strom einsparen könnte. Dies würde einer Reduktion der CO2-Emissionen von umgerechnet bis zu 12,9 Millionen Tonnen entsprechen. Vertan wurde nach Ansicht des FGK hingegen die Chance, weitere Einsparpotenziale durch eine Erweiterung der Inspektionspflicht auf Lüftungsanlagen zu erschließen sowie durch die verpflichtende Erstellung eines Lüftungskonzepts auch in „dichten“ Häusern für eine gesunde Innenraumluft zu sorgen.

FGK-Geschäftsführer Günther Mertz appelliert an die neue Bundesregierung, die Planungssicherheit für Gebäudeeigentümer weiter zu erhöhen und mit der Einführung der steuerlichen Absetzbarkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohn- und Nichtwohngebäuden notwendige Investitionsanreize zu setzen. „Die technologischen Voraussetzungen für einen klimaneutralen Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 sind gegeben. Um dieses Ziel zu verwirklichen, ist jedoch ein orchestrierter Dreiklang aus stringenter Ordnungspolitik, steuerlichen Anreizelementen sowie einer verstärkten gesamtgesellschaftlichen Kommunikation der Vorteile von energetischen Sanierungen notwendig“, so Mertz. Im Hinblick auf das Ordnungsrecht begrüßt Mertz ausdrücklich die Entschließung des Bundesrates, zukünftig eine Zusammenlegung von EnEV und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) anzustreben.

Hintergrund: Der Bundesrat hat am Freitag, den 11.10.2013 die novellierte EnEV mit Auflagen verabschiedet. Vorausgegangen waren monatelange Verhandlungen in den Gremien von Bundestag und Bundesrat. Die Rechtsgrundlage für die EnEV, das Energieeinspargesetz (EnEG), war bereits im Juni von der Länderkammer verabschiedet worden. Die neue EnEV soll voraussichtlich Anfang 2014 in Kraft treten.

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