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Professionelle Energiedienstleister können Energieeffizienz steigern (Quelle: VfW/Energiedienstleistung Contracting).

Wärmeblindheit gefährdet Effizienzziele 2020

Zurzeit werden verschiedene Optionen diskutiert, um die Lücke zwischen der momentan projizierten Effizienzsteigerung in Deutschland (etwa 33 % bis 2020) im Vergleich zu den höheren Zielen (Effizienzsteigerung um 40 % bis 2020) der Bundesregierung zu schließen. Die dabei diskutierten Maßnahmen blenden erstaunlicherweise den Wärmemarkt und den möglichen Beitrag der Energiedienstleister weitgehend aus.

Sie konzentrieren sich stattdessen hauptsächlich auf den Strommarkt. Dabei sind Wärmeanwendungen für 55 % des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Der Großteil fällt in der Wohnungswirtschaft an. Über 80 % der von privaten Haushalten verwendeten Energie wird für Raumwärme und Warmwasser eingesetzt. Der Verband für Wärmelieferung kritisiert daher die “Wärmeblindheit“ der aktuellen Diskussion. Auch die möglichen Effizienzgewinne durch den Einsatz von Energiedienstleistern scheinen unberücksichtigt zu bleiben. Ein professioneller Betrieb energietechnischer Anlagen durch Energiedienstleister ist dabei der Königsweg, um neue und effiziente Technik zur Entfaltung zu bringen.

Wettbewerbliche Ausschreibung von Effizienzmaßnahmen: Geplantes Pilotprojekt muss den Wärmemarkt mit einschließen

Marktwirtschaftliche Methoden, wie die wettbewerbliche Ausschreibung von Effizienzmaßnahmen, stellt eine sinnvolle Maßnahme dar. Zahlreiche Institutionen, wie die DENEFF, der VKU, die Agora Energiewende haben Vorschläge zur Gestaltung dieses Instruments vorgelegt. Das wettbewerbliche Ausschreiben von Energieeinsparungen ist gut geeignet, einen Markt in Bewegung zu bringen, der dringend Anreize braucht. Fraglich ist allerdings, warum das zuständige Bundeswirtschaftsministerium für ein geplantes Pilot-Vorhaben in 2015 ausschließlich Effizienzprojekte im Strommarkt zulassen möchte. So sieht der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) des BMWi vor, dass das Pilot-Vorhaben erst 2018 auf den Wärmemarkt erweitert wird, und auch das erst unter Vorbehalt. Ein Test dieses Instruments sollte die tatsächlichen Effizienzpotenziale aufdecken. Die Erwartungen würden sicher nicht erreicht, wenn durch das Ignorieren des Wärmemarktes 55 % des Gesamtenergiemarktes unberücksichtigt bleiben.

Steuerliche Förderung für Energiedienstleister bei der energetischen Gebäudesanierung

Schon 2011 wurden Ideen zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung diskutiert. Dieses Instrument steht auch nun wieder auf der Agenda. Sicher ist die Steigerung der Sanierungsquote an sich schon ein anspruchsvolles Ziel. Übersehen wird allerdings meist, dass erhebliche Effizienzpotenziale im Betrieb der neuen und effizienten Technik schlummern. Untersuchungen belegen, dass selbst die effizienteste Technik nutzlos bleibt, wenn die Betriebsführung nicht laufend optimiert wird. Es ergibt keinen Sinn, nur den oft sehr ineffizienten Eigenbetrieb zu fördern. Eine steuerliche Unterstützung muss es auch für die Profis geben, die für hohe Energieeffizienz sorgen.

Die komplette Stellungnahme ist hier erhältlich.

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