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Gegenwind für den Verordnungsentwurf der Bundesregierung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen. (Bild: Rainer Sturm/pixelio.de; Quellen: BEE, BSW-Solar)

Solarausbau: Kritik auf Verbandsseite formiert sich

Der Verordnungsentwurf zu den Ausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen stößt beim Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) und beim Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) auf Kritik.

Update: Am 28.01.2015 hat die Bundesregierung genannte Verordnung ohne weitere Änderungen beschlossen. In der Folge hat sich nun auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) dazu geäußert

Ursprüngliche Meldung: Nach Vorstellung der Bundesregierung sollen Agrarflächen weiterhin tabu bleiben und das jährliche Ausschreibungsvolumen auf durchschnittlich 400 MW begrenzt werden. Diese Regelung ruft bei den Verbänden aber Kritik hervor. „Der Verordnungsentwurf für Photovoltaik-Freiflächenanlagen erschwert es, die drei Ausschreibungsziele – Kosteneffizienz, Erreichung der Ausbauziele und Wahrung der Akteursvielfalt – zu erreichen“, sagt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk.

BEE und BSW-Solar: Auktionsvolumen zu niedrig

Die Leistung von Solarparks soll zukünftig über mehrere Auktionsrunden ausgeschrieben werden. Die Bundesregierung wählt dieses Verfahren, um Vorgaben der Europäischen Union im Rahmen der Beihilfeleitlinien umzusetzen. Doch der nun vorliegende Verordnungsentwurf zu den Auktionskriterien stößt in der Solarbranche auf Kritik.

Nach Ansicht des BEE ist das Auktionsvolumen für Solarkraftwerke zu niedrig angesetzt, um den angestrebten Neubau zu erreichen. „Obwohl Strom aus neuen Solarparks inzwischen preiswert geworden ist, soll deren weiterer Ausbau in Deutschland gedrosselt und gedeckelt werden. Das Auktionsvolumen ist viel zu klein“, meint auch Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.

BEE warnt: Kostenrisiko und Bürokratie

Zudem würden die Ausschreibungen ein Kostenrisiko beinhalten, da zusätzliche Transaktions- und Projektkosten anfallen. Durch die fortschreitende Vergütungssenkung seien die Kosteneffizienzpotenziale bereits jetzt ausgeschöpft, erklärt Falk.

Ein weiteres Hemmnis liege zudem im bürokratischen Aufwand. Auf einen Paragrafen im EEG kommen 38 im Verordnungsentwurf. Falk äußert sich dazu: „Die komplizierte Bürokratie schreckt vor allem kleinere Akteure ab.“ 

Keine Sonderregelung für kleine Unternehmen

Besonders kritisch sieht der BEE, dass der Verordnungsentwurf keine Sonderregelungen für kleine Unternehmen und Bürgerenergie enthält. „Das Versprechen von Wirtschaftsminister Gabriel, die Akteursvielfalt zu erhalten, wird so nicht eingehalten“, sagt Falk.

Mehr zur aktuellen Kritik der Verbände und zum Solarausbau in Deutschland lesen Sie auf der nächsten Seite.

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