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Blauer Strom KWK
Blauer Strom: Das Markenkonzept soll der Identifikation des Stroms aus Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) dienen. (Quelle: Bundesverband KWK)

Kraft-Wärme-Kopplung: Blauer Strom

Der Bundesverband für Kraft-Wärme-Kopplung hat sein neues Markenkonzept des "blauen Stroms" vorgestellt. Der "blaue Strom" soll der Identifikation des Stroms aus Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) dienen.

"Während grüner Strom aus regenerativen Quellen stammt, lässt sich elektrische Energie aus KWK-Anlagen am Markt bisher nicht identifizieren", erklärt Berthold Müller-Urlaub, Präsident des B.KWK. Trotz der nachgewiesenen Umweltfreundlichkeit des KWK-Stroms werde dieser bisher zu dem sogenannten "Graustrom", der durch Atomkraftwerke und herkömmliche Kraftwerke erzeugt wird, gezählt. Das soll sich durch die Etablierung des Markenkonzepts "blauer Strom" für den KWK-Strom in Zukunft ändern.

KWK-Kraftwerke: Strom aus Abwärme

KWK-Anlagen nutzen sowohl Biomasse und Bioenergie als auch fossile Brennstoffe als Energieträger, haben jedoch den Vorteil, die Abwärme ebenfalls in Strom zu verwandeln. Somit erreichen moderne KWK-Kraftwerke einen Nutzungsgrad von 90 Prozent und können zudem einen niedrigen Schadstoffausstoß vorweisen. Des Weiteren können KWK-Anlagen im Zuge der Energiewende durch ihre Dezentralität und Flexibilität punkten. Die mögliche Nähe zum Verbraucher führt zu einer Minimierung der Leistungs- und Umwandlungsverluste und kann somit den kommenden Netzausbau teilweise begrenzen.

Blauer Strom: Unterstützung für erneuerbare Energien

"Um die Vorteile, die Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung für Erzeuger, Verbraucher und Umwelt bietet, auch maximal nutzen zu können, ist der Schritt zur Marke die logische Konsequenz", erklärt Berthold Müller-Urlaub in Hannover. Er führt weiter aus, dass sich Stromkunden nun ganz bewusst für blauen Strom entscheiden und damit ihren ganz persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Zusätzlich haben die Stromerzeuger nun auch die Möglichkeit, sich vom sogenannten "Graustrom" abzusetzen und ihre umweltfreundlichere, effizientere Stromgewinnung in den Vordergrund zu stellen.

Dabei sieht die Branche den "blauen Strom" nicht als Konkurrent zu den regenerativen Energien, sondern er kann die Stromerzeugung aus Sonne und Wind unterstützen. Die Funktion des "blauen Stroms" ergibt sich aus der Stabilisation der erneuerbaren Energien. Damit erfülle er die Rolle, die ihm durch die Politik zugewiesen wurde, so der Branchenverband. (fei)

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