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Regionales Virtuelles Kraftwerk
Vordere Reihe (v. r.): Marc Schumacher (Gerlach, Porst & Steiner GmbH), Prof. Peter Schegner (TUD), Wolfgang Mücher (Vorstand EWE AG), Christian Arnold (EWE). Hintere Reihe (v. r.): PD Dr.-Ing. habil. Joachim Seifert (Gesamtprojektleiter), Jens Werner (TUD), Paul Seidel (TUD), Karl-Eugen Wolfgang (TUD), Reinhard Janssen (EWE). (Quelle: EWE AG)

Regionales Virtuelles Kraftwerk funktioniert!

Die kommunikative Einbindung von Mikro-KWK in ein Regionales Virtuelles Kraftwerk ist möglich und sinnvoll. Dies haben die TU Dresden und die EWE AG aus Oldenburg nun erstmals nachgewiesen. Drei Jahre lang hatten die Projektpartner in einem Feldtest ein Regionales Virtuelles Kraftwerk (RVK) unter realen Bedingungen auf Basis der KWK-Technologie erprobt. Nun konnten sie ihre Ergebnisse auf einer Abschlussveranstaltung in Oldenburg präsentieren.

Uns ist zum ersten Mal der Nachweis gelungen, dass Mikro-KWK-Anlagen wie zum Beispiel Brennstoffzellen-Heizungen mittels Kommunikationstechnik effizient ins Energiesystem integrierbar sind. Dies ist eine entscheidende Erkenntnis für die Sektorkopplung im Bereich dezentraler Energieerzeugungs-Anlagen

, sagte Reinhard Janssen, Projektleiter EWE.

Anwendung für Wärmepumpen und Solaranlagen möglich

Die im Projekt entwickelte Technologie wurde hierbei zwar im Kontext der KWK-Technologie erprobt, bietet jedoch das Potential auch auf andere Technologien übertragen zu werden. Die Kommunikationstechnologie ist neutral ausgeführt und kann zukünftig auch für Wärmepumpen und solarthermische Anlagen sowie PV-Anlagen eingesetzt werden

, fügte PD Dr.-Ing. habil. Joachim Seifert, Bereichsleiter an der Professur Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung der TU Dresden hinzu.

Innerhalb der Projektlaufzeit wurde eine Kommunikationsanbindung für komplexe Heizungssysteme in Privathaushalten entwickelt und erfolgreich betrieben.

Die Kommunikationsanbindung kann einen wichtigen Beitrag zur Integration erneuerbarer Energien ins Stromnetz und damit eine Reduzierung des Netzausbaus darstellen

, erklärte Janssen.

Vorteile auf Kundenseite

Michael Siemer, Feldtestkunde und Besitzer einer KWK-Anlage vom Typ ecopower 1.0:

Für mich besteht ein großer Vorteil der Anbindung an das Virtuelle Kraftwerk und des damit verbundenen Monitorings meiner Anlage darin, dass ich im Falle einer Anlagenstörung automatisch informiert werde, noch bevor ich die Störung selber bemerke.

Durch das installierte Messsystem beim Kunden können Wartungsintervalle optimiert und Kosten gespart werden.

Energiewende-Projekt „enera“

Beide Projektpartner – Technische Universität Dresden und EWE – wollen jetzt gemeinsam den nächsten logischen Schritt gehen. Das bestehende Regionale Virtuelle Kraftwerk soll im Rahmen des Energiewende-Projektes „enera“ in einen größeren Praxistest eingebettet werden. Im Fokus steht die Integration des bestehenden RVK-Systems in ein ganzheitliches, zukunftsfähiges Energiesystem.

Die Forschungsaktivitäten der TU Dresden und der EWE AG wurden in den letzten drei Jahren vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 1,35 Millionen Euro gefördert. (fei)

Mehr zum Forschungsprojekt rund um das Regionale Virtuelle Kraftwerk erfahren Sie hier:

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