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Schätzungen und Prognosen deuten auf Wachstum in Bauwirtschaft, Gebäudetechnik- und HKS-Branche

Das Jahr 2014 beginnt mit guten Prognosen für die Bauwirtschaft und damit auch für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) und HKS-Branche (Heizung/Klima/Sanitär). So erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin) für das Bauvolumen (= Bauinvestitionen plus Baureparaturen) deutliche Zuwächse.

Das Jahr 2014 beginnt mit guten Prognosen für die Bauwirtschaft und damit auch für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) und HKS-Branche (Heizung/Klima/Sanitär). So erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin) für das Bauvolumen (= Bauinvestitionen plus Baureparaturen) deutliche Zuwächse. Demnach kann für den Wirtschaftsbau, dessen Rückgänge in den Jahren 2012 und 2013 sich auf die Eurokrise und Witterungseinflüsse zurückführen lassen, im Jahr 2014 wieder mit einem Plus von mehr als 2 Prozent gerechnet werden (vgl. Tabelle 1). Diese Zunahme ergibt sich aus der Aufwärtstendenz bei den Auftragseingängen sowie den Baugenehmigungen. Eine Steigerung von deutlich über 4 Prozent wird für die Entwicklung des Wohnungsbaus im Jahr 2014 prognostiziert. Dafür sprechen neben einer hohen Auslastung auch gefüllte Auftragsbücher und die hohe Zahl genehmigter Bauvorhaben.

Ein noch größeres Wachstum von über 7 Prozent erwartet das DIW für den öffentlichen Bau. Begründet wird dies mit der guten Entwicklung bei den Auftragseingängen und mit der Fluthilfe, deren Mittel in Höhe von 8 Milliarden Euro zum großen Teil für öffentliche Bauten (4 Milliarden Euro) bereitstehen. Für die Zeit ab 2014 geht das Institut bei öffentlichen Bauten wieder von einem Bauvolumen aus, das dem der Jahre 2009 und 2011 entspricht. Abzuwarten bleibt jedoch, über welchen Zeitraum und in welchem Umfang die für die Fluthilfe vorgesehenen Milliarden tatsächlich investiert bzw. abgerufen werden. Ungewiss ist ebenfalls, welcher Anteil dieser Mittel auch für die Beseitigung von Flutschäden im Wirtschafts- und Wohnbau eingesetzt wird.

Bei der Aufschlüsselung des Bauvolumens nach Produzentengruppen zeigt die Prognose des DIW sowohl für das Bauhaupt- als auch das Ausbaugewerbe jeweils einen Zuwachs von über 4 Prozent (2014). Dies wäre, nach den von Stagnation und Minuswerten geprägten Vorjahren, eine auffallend positive Entwicklung (vgl. Tabelle 1).

Die Wachstumsprognosen des DIW finden ihre Entsprechung in der Gemeinschaftsdiagnose (Herbst 2013), der zufolge die Bauinvestitionen im Jahr 2014 deutlich zulegen werden (vgl. Tabelle 2). Die Prognosen deuten insgesamt auf gute Aussichten für die Gebäudetechnik- und HKS-Branche hin. Bestätigt findet sich dies in Marktdaten, die das ifo-Institut München zusammengestellt hat. Bei den Installierenden Unternehmen der Gebäudetechnik geht das ifo-Institut nach einem Minuswert von rund 0,9 (2012) von einem Umsatzwachstum im Jahr 2013 aus, das im Vergleich zum Vorjahr auf 1,7 bis 2 Prozent geschätzt wird. 2014 dürfte die Zunahme bei etwa 2,1 Prozent liegen. Für die HKS-Branche insgesamt (Installierende Unternehmen, Handwerk, Industrie und Großhandel) rechnet das Institut mit einem Umsatzwachstum von rund 1,5 bis 2 Prozent im Jahr 2013 und einer weiter erhöhten Steigerungsrate von gut 2,1 Prozent im Jahr 2014.

Tabelle 1: Entwicklung des Bauvolumens in Deutschland

Tabelle 2: Reale Bauinvestitionen*

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