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Smart Exergy gewinnt Umwelttechnikpreis

Die Smart Exergy GmbH, eine junge Ausgründung des Lehrstuhls für elektrische Mess- und Prüfverfahren am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg, hat den diesjährigen Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg in der Kategorie „Mess-, Steuer- und Regeltechnik“ verliehen bekommen.

Die Smart Exergy GmbH, eine junge Ausgründung des Lehrstuhls für elektrische Mess- und Prüfverfahren am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg, hat den diesjährigen Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg in der Kategorie „Mess-, Steuer- und Regeltechnik“ verliehen bekommen. Mit ihrer neuartigen Technik für mehr Leistung und Sicherheit von Photovoltaik-Modulen, hat das Unternehmen die Jury des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg überzeugt. Der Preis wird alle zwei Jahre in vier Kategorien vergeben und ist insgesamt mit 100.000 Euro dotiert.

Die Technologie von Smart Exergy stattet nach eigenen Angaben jedes einzelne Photovoltaik-Modul mit einem drahtlosen Sensor aus. Der dazugehörige Master kommuniziert mit den Modulen per Funk auf zwei Wegen: Die Funkknoten in den Modulen senden Informationen aus, etwa über den aktuellen Leistungsstand, und sind gleichzeitig für Steuersignale erreichbar. Durch diese bidirektionale Kommunikation ist das System sehr flexibel. So lässt sich schnell und einfach erkennen, ob ein Modul defekt ist und eventuell ausgetauscht werden muss. Ein wesentlicher Bestandteil der Innovation ist die Aufweckstrategie: Der Master ruft die Funkknoten regelmäßig auf. Dadurch können bis zu 65.000 Module mit minimalem Eigenverbrauch kontrolliert und optimiert werden. Die ausgewerteten Daten sind auf einem geschützten Internetportal jederzeit abrufbar.

Weil jedes einzelne Photovoltaik-Modul gezielt gesteuert und abgeschaltet werden kann, soll die Technik die Wartung von Photovoltaik-Anlagen vereinfachen und die Sicherheit, beispielsweise beim Brandschutz und bei gefährlichen Erscheinungen wie Lichtbögen, erhöhen. Die Einzelabschaltung soll zudem die so genannte Stringproblematik abschalten, bei der ein einzelnes defektes oder verschattetes Modul die ganze Modulreihe negativ beeinflusst. „Unsere Vision ist, dass nicht mehr die Frage gestellt wird, ob eine Photovoltaik-Anlage überwacht wird, sondern welche Überwachungsfunktionen gewünscht und welche Informationen abgerufen werden“, erklärt Dr. Tolgay Ungan, Geschäftsführer von Smart Exergy, der die Firma gemeinsam mit Patrick Steindl gegründet hat. Unterstützt wurden die beiden vom Team des Gründerbüros der Albert-Ludwigs-Universität unter der Leitung von Dorothea Bergmann und Dr. Thomas Maier.

Bild: Dr. Tolgay Ungan (rechts) und Patrick Steindl haben die Smart Exergy GmbH im März 2012 gegründet - unterstützt vom Team des Gründerbüros der Albert-Ludwigs-Universität. © SmartExergy GmbH/Thomas Kunz

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