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Studie: Dezentrale Trinkwassererwärmung langfristig wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll

Die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft hat in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik (IfE) der TU München in einer Studie das Einsparpotenzial dezentraler elektrischer Warmwasserversorgung in Wohngebäuden untersucht.

Die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft hat in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik (IfE) der TU München in einer aktuellen Studie das Einsparpotenzial dezentraler elektrischer Warmwasserversorgung in Wohngebäuden untersucht.

Im Auftrag der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung, des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sowie Herstellern verglichen die Experten Energieverbrauch und CO2-Ausstoß. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass bei der Sanierung von Trinkwarmwasserversorgungen dezentrale elektrische Systeme gegenüber der Umstellung auf ein zentrales System sowohl unter Klimaschutzgesichtspunkten als auch wirtschaftlich sinnvoll sein können.

Untersucht wurden, ausgehend vom Ersatz des bestehenden Systems zur Warmwasserbereitung, Ist-Zustand, Optimierungsmöglichkeiten und Kosten eventueller Umbaumaßnahmen in drei unterschiedlichen Gebäudetypen des Baujahrs 1960: einem Einfamilienhaus, einem Dreifamilienhaus und einem Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohneinheiten. Verglichen wurden Installation und Betrieb zentraler Systeme (Brennwerttechnik) mit dezentraler Trinkwassererwärmung durch elektronisch geregelte Durchlauferhitzer. Die Wirtschaftlichkeit der gebäudetechnischen Systeme wurde zur vergleichenden Darstellung der Investitionskosten der verschiedenen Technologien mit Hilfe der Richtlinien VDI 2067 und VDI 6003 berechnet.

Der besondere Vorteil dezentraler Trinkwassererwärmung liegt in der direkten Erzeugung des warmen Wassers am Ort des Bedarfs. Dabei entfallen weitgehend Energieverluste durch Speicherung und Verteilung. So ist der Endenergiebedarf gegenüber einem auf fossilen Brennstoffen basierenden zentralen System um rund 40 Prozent reduziert. Damit lassen sich bei zunehmender Stromerzeugung durch erneuerbare Energien auch die klimaschädlichen Treibhausgase erheblich verringern. Die Minderung des Kohlendioxidausstoßes bei dezentralen Systemen beträgt laut Studie im Jahr 2020 rund 40 Prozent gegenüber 2009.

Ein weiteres Ergebnis ist, dass in Gebäuden mit dezentraler Trinkwassererwärmung – vor allem bei Ein- und kleineren Mehrfamilienhäusern – eine Sanierung mit modernen elektronisch geregelten Durchlauferhitzern sinnvoll ist. Alexander Sperr von der HEA – Fachgemeinschaft erklärte dazu: „Die Systeme sind wirtschaftlich vorteilhaft und aufgrund des steigenden Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung werden sie auch ökologisch immer besser.“

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