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Smart Home
Smart Home: Viele Kunden sind besonders interessiert am Thema Energieeffizienz. (Quelle: denphumi/Fotolia.com)

Smart Home: Potenzial für die Energie-, Heizungs- und Elektroinstallationsbranche

Eine Gemeinschaftsstudie der Fachhochschule Köln mit Innofact AG, Jung Stadtkonzepte sowie Partnern aus der Industrie hat den Kundennutzen von Smart Home ermittelt: Aktuell bleiben noch viele Wünsche der Kunden unerfüllt, doch für einige Branchen bieten sich große Chancen.

Smart Home ist laut Prof. Dr. Thorsten Schneiders vom Cologne Institute for Renewable Energy (CIRE) der Fachhochschule Köln ein wichtiger neuer Trend in der Gebäudetechnik. Das Ergebnis der Untersuchung belegt aber, dass die Angebote der Hersteller und die Wünsche der Kunden oft weit auseinanderliegen. Mit dem Fokus auf die Themen Energieeffizienz und Komfort treffen die Anbieter zwar den Bedarf der Kunden, die sich laut der Studie in der großen Mehrheit für diese beiden Anwendungsfelder interessieren. Bei Sicherheit, Multimedia oder Pflege und Gesundheit ist das Smart Home Angebot aber derzeit noch zu gering.

Smarte Gebäude: Sparen Energie durch clevere Vernetzung

„Smart Home ist vor allem dann spannend, wenn Geräte durch vernetzte Technik mehr als eine Funktion haben“, sagt Schneiders. „Wenn der Sensor am Fenster die Heizung ausschaltet, sobald gelüftet wird, und zugleich ein Einbruchsalarm ist; oder wenn die Solaranlage bei viel Sonnenschein die großen Haushaltsgeräte wie Waschmaschine oder Trockner einschaltet, weil der Strom günstig ist – dann ist ein Gebäude wirklich smart. Und dann sind Verbraucher auch bereit, dafür Geld auszugeben“, ist Schneiders überzeugt. „Smart Home macht den Energieverbrauch über Apps für jeden sichtbar und kann so einen wichtigen Beitrag für den bewussteren Umgang mit Energie im Haushalt sorgen.“

Für die Gemeinschaftsstudie haben Schneiders und seine Studierenden alle Smart Home-Systeme, die sich zurzeit in Deutschland auf dem Markt befinden, analysiert und bewertet. „Es gibt im Moment eine große Vielfalt an Produkten, aber noch keinen einheitlichen Standard“, sagen Marco Klus und Marcel Ciernioch, Bachelorstudenten im Studiengang Erneuerbare Energien, die an der Studie beteiligt waren. „Das Spannende an der Studie war für uns, die angebotene Technik mit den tatsächlichen Erwartungen möglicher Nutzer zu vergleichen und praxisnahe Einblicke in die Produktentwicklung zu bekommen.“

Smart Home: Komplettlösungen fertig installiert

Für die Energie-, Heiz- und Elektroinstallationsbranche sieht Schneiders vor allem in der Beratung und der Installation der Smart Home-Systeme große Potentiale: „Momentan gibt es viele Komponenten auf dem Markt, die die Kunden selbst montieren können. Diese funktionieren meist recht einfach per Plug‘n‘Play. Das Interessante ist: Das wollen die meisten Kunden überhaupt nicht, weil sie sich etwa an die Stromleitungen ihres Hauses nicht herantrauen. Wenn die Branche funktionsfähige, umfangreiche und einfach zu bedienende Systeme anbieten würde, hätte sie viele Kunden gewonnen.“ Untermauert wird diese These von den Ergebnissen des Gemeinschaftsprojektes: Knapp 90 Prozent der befragten Mieter würden eine Smart Home-Lösung, die ihnen von ihrem Vermieter oder Verwalter angeboten wird, gerne nutzen. (asc)

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