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BTGA unterstützt Forschung zu energieeffizienter Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung

Der BTGA - Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V. unterstützt einen von der TU Berlin koordinierten "Feldtest Absorptionskältetechnik für KWKK-Systeme". Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Forschungsprojekt untersucht neue Absorptionskälteanlagen, die mit niedrigen Antriebstemperaturen betrieben werden können.

Der BTGA - Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V. unterstützt einen von der TU Berlin koordinierten "Feldtest Absorptionskältetechnik für KWKK-Systeme". Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Forschungsprojekt untersucht neue Absorptionskälteanlagen, die mit niedrigen Antriebstemperaturen betrieben werden können. Dies erlaube die Nutzung der Abwärme von KWK-Anlagen zur Kälteerzeugung (Kraft-Wärme-Kälte-Koppelung) und den Anschluss an Fernwärmenetze. Bei diesen Einsatzbereichen ergeben sich nach Angaben des BTGA wirtschaftlich interessante Effizienz- und Kostenvorteile sowie Emissionsminderungen.

Der BTGA unterstützt Planer und ausführende Unternehmen im Rahmen des Projektes und ist Ansprechpartner für daran interessierte Betreiber. Ausgangspunkt für das Projekt, an dem auch der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V. (AGFW), die TU Dresden und das Institut für Luft- und Kältetechnik gGmbH (ILK Dresden) beteiligt sind, ist die von der TU Berlin entwickelte "Absorptionskältetechnik für KWKK-Systeme". Diese weise eine hohe volumetrische Leistungsdichte auf und verspreche deutlich verringerte Strom- und Energieverbräuche im Vergleich zu stromgetriebenen Kompressionskältemaschinen.

Bei Anbindung an KWK-Anlagen zur Fernwärmeerzeugung würden interessante Energiespareffekte ermöglicht, die auch aus der sommerlichen Wärmeabnahme aus den Fernwärmenetzen resultierten. Darüber hinaus zeichnen sich laut BTGA aus Betreibersicht günstige Investitionskosten ab: Aufgrund geänderter Bauformen werden die Marktpreise der im Feldtest stehenden Anlagen nach heutigen Erkenntnissen das bisher übliche Kostenniveau bei Absorptionskälteanlagen von rund 900 Euro pro kW um zirka 40 % unterschreiten. Dies gilt laut Projektbeschreibung bereits bei geringen Stückzahlen.

Der "Feldtest Absorptionskältetechnik für KWKK-Systeme" soll nähere Erkenntnisse über die praktischen Einsatzmöglichkeiten der neuen Absorptionskälteanlagen, die mit Kältemodulen in zwei Leistungsklassen zu 50 kW und 150 kW bereitstehen, liefern. Hierfür konnten die Beteiligten zum Projektstart 2013 Feldtestpartner gewinnen, unter ihnen Industriebetriebe, Immobilienbetreiber und Handelsunternehmen. Die Veröffentlichung der Projekt- und Feldtestergebnisse soll die Vorteile der neuen Technik bei der Fachöffentlichkeit und bei Entscheidungsträgern bekannt machen. Ziel ist, Vorbehalte gegenüber der Sorptionskältetechnik, bezogen auf Größe, Trägheit und Investitionskosten, zu widerlegen und so die Marktfähigkeit der neuen Anlagen auszubauen. Diesem Zweck dienen auch die Wartungs- und Schulungskonzepte und die normativen Vorgaben, die der BTGA für die Installation und den Betrieb der Absorptionskälteanlagen entwickelt.

Bild: Neue Absorptionskälteanlage für KWKK-Systeme (Kraft-Wärme-Kälte-Koppelung) der TU Dresden.

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