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Dämmung, Armacell
Umzug in der Arktis: Die Forschungsstation „Halley VI“ musste 23 km über das Eis gezogen werden. (Quelle: British Antarctic Survey)

Spezielle Dämmlösung für britische Forschungsstation in der Antarktis

Wegen eines Risses entlang einer Eisscholle muss die mobile britische Forschungsstation Halley VI 23 km zu einem neuen Ort über das Eis gezogen werden. Der Standortwechsel erfordert die Installation neuer Rohrleitungen. Um ein Einfrieren der Rohre bei Temperaturen bis zu -55 °C zu verhindern, werden diese mit Dämmstoffen von Armacell gedämmt.

Die Forschungsstation Halley ist eine internationale Forschungsplattform zur Überwachung atmosphärischer Veränderungen und des Weltraumwetters in der Antarktis. Auf einer schwimmenden Eisscholle im Weddellmeer erbaut, ist Halley VI die weltweit erste bewegliche Forschungseinrichtung dieser Art. Die Einrichtung liefert Wissenschaftlern moderne Labore und Wohnunterkünfte und ermöglicht ihnen die Erforschung der drängenden globalen Probleme vom Klimawandel und Anstieg des Meeresspiegels bis hin zum Weltraumwetter und dem Ozonloch, das 1985 auf der Halley-Station entdeckt wurde.

Dämmung, Armacell
Der Umzug erfordert auch die Installation einer neuen Abwasserleitung. (Quelle: British Antarctic Survey)

Extreme Witterungsbedingungen

Die Temperaturen steigen hier selten über 0 °C und erreichen nur an sonnigen Sommertagen +10 °C. Im Winter liegen sie üblicherweise unter -20 °C und fallen auf Tiefstwerte um -55 °C. An 105 Tagen im Jahr herrscht rund um die Uhr völlige Dunkelheit. In dieser Zeit sind Flüge unmöglich und die Bewohner sind durch das sie umgebende Meereis völlig von der Außenwelt abgeschlossen.

Dämmung, Armacell
Die Karte zeigt den bisherigen und den neuen Standort der Forschungsstation „Halley VI“ (Quelle: British Antarctic Survey)

Umzug der Forschungsstation

Halley VI ist die erste Forschungsstation in der Antarktis, die speziell dafür entwickelt wurde, die Bewegung der Eisscholle zum Meer sowie die jährlich anfallende Schneemenge von 1,5 m und die erheblichen Schneewehen zu bewältigen. Die Forschungsstation auf dem Brunt-Schelfeis befindet sich derzeit stromabwärts von einem Riss, der schließlich die Station vom Rest der Eisscholle abschneiden könnte. Die Verlegung der Station weiter stromaufwärts gewährleistet den langfristig sicheren Betrieb von Halley. Es ist das erste Mal seit der Inbetriebnahme im Jahr 2012, dass die Station umzieht.

Dämmung, Armacell
„Halley VI“ wurde mobil konzipiert: Die Module stehen auf Kufen, sodass die einzelnen Module leicht über das Eis transportiert werden können. (Quelle: British Antarctic Survey)

Die Forschungsstation besteht aus einer Reihe von acht Modulen, die voneinander getrennt werden können. Die einzelnen Module stehen auf riesigen Skiern, sodass spezielle schwere Zugfahrzeuge sie über das Eis bewegen können. Die Station wurde mit dem Ziel entwickelt, Labor- und Wohnräume zur Verfügung zu stellen, die auch extremem Winterwetter standhalten. Sie kann über die meterhohe, jährlich anfallende Schneemenge angehoben werden und lässt sich stromaufwärts verlegen, um ausreichenden Abstand zur Abbruchkante der sich Richtung Meer bewegenden Eisscholle zu halten.

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