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Solaranlagen: Ein Check nach dem Winter sorgt für Sicherheit und gute Erträge. (Quelle: Karin Jähne/Fotolia.com)

Solaranlagen: Tipps für den Check nach dem Winter

Noch liegt in Teilen Deutschlands Schnee, doch um bereits die ersten Sonnenstrahlen mit Ihrer Solaranlage optimal nutzen zu können, sollten Sie die Anlage besonders nach den Wintermonaten auf mögliche Schwachstellen überprüfen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW) gibt hierzu praktische Empfehlungen.

„Regelmäßige Prüfungen stellen sicher, dass eine Photovoltaik-Anlage über ihre gesamte Lebensdauer die maximale Strommenge produziert und sie 2015 wieder zur Höchstform auflaufen kann“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaf.

Die folgenden sechs Tipps sollten Sie deshalb beim Frühjahrs-Check beachten:

1. Vergleich mit Vorjahreswerten

Schon kleine Beschädigungen und Verschmutzungen können die Leistung einer Photovoltaik-Anlage und damit die Stromproduktion deutlich schmälern. Um dem vorzubeugen, sollte man den Ertrag in Relation zu den Vorjahren überprüfen. Am einfachsten geht dies mithilfe der Abrechnungen. Auch elektronische Helfer wie Energiemanagementsysteme können den genauen Solarertrag ermitteln. Empfehlenswert kann auch ein Blick auf den Wechselrichter sein, weil viele dieser Wandler die Stromerzeugungsdaten über einen längeren Zeitraum aufzeichnen.

2. Mit Digitalkamera in Augenschein nehmen

Ist ein Ast auf die Photovoltaik-Anlage gefallen? Haben sich einzelne Module gelöst? Das ist meist mit dem bloßen Auge zu erkennen. Verschmutzungen oder andere oberflächliche Defekte der Photovoltaik-Anlage sind hingegen nur sehr schlecht ersichtlich. Deswegen kann bei der Suche nach möglichen Schäden eine Kamera hilfreich sein. Betrachtet man die Fotos stark vergrößert, kann auch der Laie etwaige Schäden relativ leicht erkennen

3. Sichtprüfung durch Fachbetrieb

Viele auf Dächern installierte Photovoltaik-Anlagen sind weder vom Boden noch von anderen Gebäuden aus einsehbar. In diesen Fällen sollten Profis mit der Begutachtung beauftragt werden. Wegen der Unfallgefahr ist es zu riskant, selbst aufs Dach zu steigen. Außerdem kann unsachgemäße Behandlung, etwa das Betreten der Module, die Anlage schnell beschädigen. Vorteil: Wartungskosten lassen sich als Betriebsausgaben steuerlich absetzen.

Verschmutzungen der Module mindern der Ertrag. Daher rät der Experte zu professionellen Reinigung der Solaranlage. (Quelle: Schwalm/Fotolia.com)

4. Reinigung der Photovoltaik-Anlage

Eine häufige Ursache für zu niedrige Erträge sind Verschmutzungen der Module. Das Licht bleibt in den Schmutzpartikeln hängen und kann in den Zellen nicht in Strom umgewandelt werden. Durch die schmutzabweisenden Schichten löst sich Staub und anderer Dreck in der Regel beim nächsten Regenschauer. Sollte dennoch ein dünner Film den Stromertrag mindern, ist eine Reinigung zu empfehlen.

5. Regelmäßige Kontrolle

Bei elektrischen Anlagen, dazu zählt auch eine Photovoltaik-Anlage, ist die regelmäßige Kontrolle gesetzlich vorgeschrieben. So müssen Solarstromanlagen mindestens alle vier Jahre durch einen Fachbetrieb auf die elektrische Sicherheit gemäß den geltenden Normen überprüft werden. Falls der Fachbetrieb für den Frühjahrs-Check vor Ort ist, kann die elektrische Sicherheit gleich mit abgeklärt werden.

6. Fachbetrieb erkennt verborgene Mängel

Wenn die Photovoltaik-Anlage zu wenig Strom liefert, obwohl keine offensichtlichen Schäden vorliegen, sollte ebenfalls der Fachbetrieb gerufen werden. Schließlich ist jede entgangene Kilowattstunde ein Verlust für den Anlagenbetreiber. Die Experten können mit Hilfsmitteln wie der Thermografie-Kamera verborgene Mängel entdecken und anschließend fachgerecht beseitigen, beispielsweise Kabelschäden, gelöste Steckverbindungen oder Mikrorisse. (gra)

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