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Virtuelle Kraftwerke: Bei einem virtuellen Kraftwerk steuert und optimiert das Siemens-DEMS-System die verteilten Erzeugungsanlagen und bündelt deren Einzelkapazitäten. (Quelle: Siemens)

Cloud-basierte virtuelle Kraftwerke: Neue IT-Lösungen von Siemens

Mit seiner Cloud-Lösung für virtuelle Kraftwerke, die als Managed Service angeboten wird, erleichtert Siemens Energieversorgern und Stadtwerken den Einstieg in diese zukunftsträchtige Technologie, um mit ihren Verbrauchs- und Erzeugungskapazitäten attraktive Erlöse erwirtschaften zu können.

Virtuelle Kraftwerke werden bei der der nachhaltigen Energieversorgung Deutschlands eine immer wichtigere Rolle spielen. Bei virtuellen Kraftwerken mit geringer Gesamtkapazität übersteigt jedoch häufig der Aufwand für deren Einrichtung zusammen mit den laufenden Kosten den erzielbaren wirtschaftlichen Nutzen. Siemens präsentiert hier einen Lösungsansatz für cloud-basierte virtuelle Kraftwerke.

Bei einem virtuellen Kraftwerk steuert und optimiert ein Energiemanagementsystem wie das dezentrale Energiemanagementsystem (DEMS) von Siemens die verteilten Erzeugungsanlagen und bündelt deren Einzelkapazitäten. Erst durch eine Aggregation in Pools ist eine wirtschaftliche Teilnahme an Strommärkten möglich.

Das Siemens Managed System für cloud-basierte virtuelle Kraftwerke bietet Stadtwerken und Energieversorgern folgende Merkmale:

  • IT-Lösung einfacher Skalierbarkeit bei geringem Investitionsaufwand
  • kurze Amortisationszeit trotz sich schnell verändernder Vorschriften und Geschäftsmodellen
  • Betrieb, IT-Sicherheit und Pflege des DEMS-Portals durch Siemens.

"Mit unserem Managed Service leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der Eintrittshürde für das Betreiben von virtuellen Kraftwerken", sagte Thomas Zimmermann, CEO der Business Unit Smart Grid Solutions & Services in der Siemens-Division Energy Management.

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DEMS: Eingabemaske zum Anlegen von Standardtagesprofilen dezentraler Stromversorgungsanlagen. (Quelle Siemens)

DEMS: Gebündelte Leistung für die Vermarktung

Der Webservice für virtuelle Kraftwerke basiert auf dem Siemens-Energiemanagementsystem DEMS und arbeitet nur mit den DEMS-Funktionen, die für den Webservice unbedingt notwendig sind. Dazu zählen Kommunikationsschnittstellen für die dezentralen Stromerzeugungsanlagen, Erzeugungsprognosen und Aggregationsfunktionen sowie ein Webportal, über das die Betreiber der dezentralen Anlagen die erzeugte Leistung im virtuellen Kraftwerksverbund für die Vermarktung freischalten können.

Der Webservice versetzt Stadtwerke in die Lage, dezentrale Energieressourcen ihrer Kunden zusammenzuschalten und die gebündelte Leistung einem größeren virtuellen Kraftwerk zur Vermarktung anzubieten. Dabei braucht das Stadtwerk keine Rechnerhardware anzuschaffen und zu administrieren.

Im Rahmen seines Managed Service betreibt Siemens ein Service Center, in dem das dezentrale Energiemanagementsystem DEMS und das DEMS-Portal zentral aufgesetzt werden. Sowohl die Marktpartner als auch die Nutzer der DEMS-Portal-Software (Betreiber der dezentralen Stromerzeugungsanlagen und die Stadtwerke) betreiben DEMS über eine Website als Benutzerschnittstelle.

Siemens ist dabei neutraler Lösungspartner für alle Spieler auf dem Markt und verantwortlich für die technische Aggregation und die Integration der dezentralen Stromerzeugungsanlagen in das Service Center. Die Marktpartner sind für die kommerzielle Aggregation und die Vermarktung der Leistung des virtuellen Kraftwerks an der Börse zuständig. Dazu wird immer ein Aggregationsvertrag mit dem Anlagen- oder dem Portalbetreiber geschlossen. Die Nutzer der Softwarelösung DEMS-Portal können ein virtuelles Kraftwerk mit eigenem Markennamen und Logo (White Labeling) betreiben. (gra)

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