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Gesundheitsrisiko Schimmel: Kontrollierte Wohnraumlüftung verhindert Schimmelbildung. (Thorben Wengert/pixelio.de)

Hausdämmung: Kontrollierte Wohnraumlüftung verhindert Schimmel

Das Dämmen und Sanieren von Fenstern und Türen hilft Energie zu sparen. Doch kann es dadurch passieren, dass das Gebäude nicht mehr „atmen“ kann. Die Folge: Auch verbrauchte Luft bleibt im Haus. Systeme zur kontrollierten Wohnraumlüftung (KWL) können hier Abhilfe schaffen.

Um Energie einzusparen, wird Besitzern von älteren Gebäuden zu einer Dämmung und Sanierung der Fenster und Türen geraten. Bei Neubauten ist die Wärmedämmung gesetzlich vorgeschrieben. Das Haus soll möglichst gut verpackt sein, um die Wärme in den vier Wänden zu halten – ähnlich einer Isolierkanne, die den Kaffee möglichst lange warmhalten soll. Das spart Energie und damit Geld.

Expertenrat: Mindestens vier Mal täglich lüften

Doch dieses „Wohnen in der Isolierkanne“ hat einen Nachteil, der oft außer Acht gelassen wird: Es strömt keine frische Luft von außen nach und verbrauchte Luft bleibt im Haus. Daher raten Experten, mindestens vier Mal täglich – auch im Winter – die Fenster für ein paar Minuten zu öffnen. Und zwar als echte Stoßlüftung. Mehrere Fenster müssen gleichzeitig weit geöffnet werden, um eine Durchströmung – und damit den Luftaustausch – zu gewährleisten.

Schlechte Luft kann zudem zu Gesundheitsproblemen und in der Folge zu Müdigkeit und Kopfschmerzen führen. Außerdem geben Menschen Feuchtigkeit an die Luft ab, ebenso fällt sie beim Kochen oder Duschen an. Wenn diese Feuchtigkeit im Raum bleibt, kann gesundheitsgefährdender Schimmel entstehen. Auch Schadstoffwerte können sich im geschlossenen Raum merklich erhöhen, wenn Teppich, Wandfarbe und Möbel ihre Ausdünstungen abgeben.

Be- und Entlüftungsanlagen: Mit Wärmerückgewinnung

Für einen geregelten Luftaustausch sorgen Be- und Entlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Die Luft wird in den sensiblen Räumen wie Abstellkammer, Bad und Küche abgesaugt und den anderen Zimmern frische Luft von draußen zugeführt.

Dabei wird die warme Luft aus dem Innenraum in einem Wärmetauscher an der frischen, kalten Luft vorbeigeführt ohne sich dabei zu vermischen. Die Luft gibt von innen die Wärmeenergie an die Luft von draußen ab. Bis zu 90 Prozent der in der Abluft enthaltenen Wärme können dadurch zurückgewonnen werden. Mit der Kühlfunktion bietet das Gerät im Sommer noch einen zusätzlichen Temperaturkomfort.

KWL: Fenster öffnen bleibt erlaubt

Die Annahme, man dürfe Fenster in Häusern mit Lüftungsanlage nicht mehr öffnen, ist falsch. Im Idealfall haben Hausbesitzer aber dank kontrollierter Lüftung gar nicht mehr das Bedürfnis die Fenster aufzureißen. Wegen der eingebauten Filteranlage gelangen damit auch keine Pollen und kein Staub mehr ins Haus. (gra)

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