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Moderne Raumlufttechnik und Luftbefeuchter beugen trockener Luft vor und minimieren Atemwegserkrankungen und Heizwärmeverluste (Quelle: IESM/pixelio.de).

Trotz Minusgraden: Trockene Heizungsluft muss nicht sein

Mit den sinkenden Temperaturen klagen viele Menschen regelmäßig über trockene Luft und gesundheitliche Probleme. Denn wenn die ohnehin schon trockene, kalte Außenluft in Wohnungen und Büros erwärmt wird, sinkt deren relativer Feuchteanteil weiter.

Dies führt ohne zusätzliche Befeuchtung zu trockenen Schleimhäuten – eine der Hauptursachen für Atemwegserkrankungen. Abhilfe schaffen hier moderne raumlufttechnische Anlagen und Luftbefeuchter, die ganz nebenbei auch noch helfen, die Heizkosten zu senken.

„In den Wohn- und Bürogebäuden unserer Breitengrade ist eine relative Raumluftfeuchte zwischen 40 und 50 Prozent optimal. Gerade in der Heizperiode sind diese Werte aber kaum einzuhalten, auch nicht durch vermehrtes Lüften“, erläutert Prof. Dr. Ulrich Pfeiffenberger, Vorsitzender des FGK. Denn: die Erwärmung der kalten Außenluft führt immer zu einer erheblichen Abnahme der relativen Luftfeuchtigkeit, mag diese im Freien noch so hoch gewesen sein. Wird über längere Zeit Luft mit relativer Feuchtigkeit unter 40 Prozent eingeatmet, so hat dies häufig ausgetrocknete Schleimhäute und damit ein erhöhtes Risiko für Erkältungen und Atemwegserkrankungen zur Folge. Kommt dann noch falsches Lüftungsverhalten der Bewohner hinzu, etwa durch dauergekippte Fenster, steigt nicht nur das Erkältungsrisiko, sondern auch der Energieverbrauch und folglich die Heizkosten.  

Moderne raumlufttechnische Anlagen sind inzwischen meist standardmäßig mit Luftbefeuchtern und Wärmerückgewinnung ausgestattet und sorgen so in vielen Nichtwohngebäuden bei geringen Wärmeverlusten für frische Luft und ein gesundes Raumklima. Auch der nachträgliche Einbau dieser Systeme ist meist problemlos möglich. Anders sieht es oftmals in Wohngebäuden aus. Zwar werden auch hier vermehrt Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und Luftbefeuchter eingesetzt, in vielen Bestandsgebäuden sind diese aber noch nicht zu finden. Hier empfiehlt der FGK neben regelmäßigem Stoßlüften den Einsatz von Luftwäschern, Verdunstern, Ultraschallbefeuchtern, Trommelverdunstern oder Dampfluftbefeuchtern. Im Gegensatz zu Heizkörperverdunstern oder Raumspringbrunnen arbeiten diese modernen Systeme hygienisch einwandfrei und sorgen somit für optimale Luftfeuchtigkeit und ein gesundes, wohltuendes Raumklima.

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