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DIN EN 378, Normen
Bereits 2014 wurde die DIN EN 378 an geltende europäische Normen angepasst. Nun ist sie nochmals aktualisiert neu erschienen. (Quelle: Zerbor/Fotolia.com)

Fachbeitrag: Die aktualisierte DIN EN 378 – Kälteanlagen und Wärmepumpen

Die DIN EN 378 von 08/2012 war mit dem Entwurf von 02/2014 überarbeitet, aktualisiert und europäischen Normen angepasst worden. Nun ist sie in 03/2017 nochmals aktualisiert und wiederum in vier Teilen erschienen. Was sich genau geändert hat, erklärt Professor Achim Trogisch in diesem Fachbeitrag.

Der Beitrag ist zuerst in der GI 4/17 erschienen.

DIN EN 378 Teil 1 [1]

Dieser Teil legt die Anforderungen für die Sicherheit von Personen und Sachen sowie für die lokale und globale Umwelt fest, welche stationäre und ortsveränderliche Kälteanlagen aller Größen inklusive Wärmepumpen, indirekte Kühl- oder Heizsysteme und der Aufstellungsort dieser Kälteanlagen erfüllen müssen. Sie befasst sich mit Gefährdungen, wie z.B.:

  • Bruch oder Explosion eines Anlagenteils
  • Entweichen von Kältemitteln
  • Feuer und Explosion entweichender Kältemittel

Sie gilt nicht für Kälteanlagen mit Luft oder Wasser als Kältemittel bzw. den im normativen Anhang E aufgeführten Kältemitteln. Die Norm beschäftigt sich ausführlich mit den Begrifflichkeiten und der Klassifikation von Kälteanlagen. Bild 1 zeigt die behandelten Beispiele für Anlagenlösungen. Es erfolgte eine Harmonisierung mit ISO 5149, die besonderen Anforderungen an das Kältemittel CO2 werden nun berücksichtigt.

Kälteanlagen
Bild 1: Klassifikation von Kälteanlagen – Beispiele nach [1].

Die informativen Anhänge A, B, D, G und H beschäftigten sich mit den Aspekten:

  • Begrifflichkeiten in Deutsch, Englisch und Französisch
  • TEWI (Total Equivalent Warning Impact)
  • Schutz von Personen in Kühlräumen
  • Potentielle Gefährdungen von Kälteanlagen
  • Berechnungsbeispiele zu Anhang C2 und C3 

Die normativen Anhänge C, E und F dokumentieren Aussagen zu:

  • Grenzwerte für die Kältemittel-Füllmenge
  • Klassifikation im Hinblick auf die Sicherheit
  • Angaben zu Kältemitteln
  • Besondere Anforderungen an Eissportanlagen

DIN EN 378 Teil 2 [2]

Dieser Teil gilt für die Konstruktion, Herstellung und die Aufstellung von Kälteanlagen einschließlich Rohrleitungen, Bauteilen und Werkstoffen sowie mit diesen Anlagen direkt verbundenen Zusatzeinrichtungen. Dieser Normteil legt außerdem die Anforderungen an

  • die Prüfung,
  • Inbetriebnahme,
  • Kennzeichnung und
  • Dokumentation

fest. Der Teil gilt nicht für Kälteanlagen mit Luft oder Wasser als Kältemittel. Die Norm gilt nicht für Kälteanlagen und Wärmepumpen, die vor dem Datum der Veröffentlichung hergestellt wurden. Es erfolgte eine Harmonisierung mit ISO 5149, die besonderen Anforderungen an das Kältemittel CO2 wurden berücksichtigt.

Die normativen Anhänge A bis D dokumentieren:

  • Zusätzliche Anforderungen an Kälteanlagen und Wärmepumpen, die R 717 enthalten
  • Bestimmung der Kategorie von Komponenten und Kälteanlagen-Baugruppen
  • Anforderungen an Prüfungen der Eigensicherheit
  • Liste der wesentlichen Gefährdungen

Die informativen Anhänge E bis K sowie ZA und ZB beschäftigten sich mit:

  • Beurteilung von Gesamtanlagen in Bezug auf Übereinstimmung mit der Richtlinie 2014/68/EU
  • Beispiele für die Anordnung von Druckentlastungseinrichtungen
  • Prüfliste für die äußere Sichtprüfung der Gesamtanlage
  • Bildung von Spannungskorrosionsrissen
  • Leckage-Simulationsprüfung für Kältemittel der Klassen A21, A2, A3, B21, B2 und B3
  • Verfahren für die Abnahme
  • Informationen zu wirksamen Zündquellen
  • Zusammenhang zwischen dieser europäischen Norm und den grundlegenden Anforderungen der EU-Richtlinien 2014/68/EU und 2006/42/EG
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