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Fraunhofer ISI: Studie zu Energieeinsparmöglichkeiten

Mit dem Monitoring-Programm „Energie der Zukunft“ überprüft die Bundesregierung regelmäßig die Energieeinsparziele, die sie in ihrem Energiekonzept im September 2010 festgelegt hat. Für diese Überprüfung werden detaillierte Statistiken zum Energieverbrauch privater Haushalte und Unternehmen benötigt.

Mit dem Monitoring-Programm „Energie der Zukunft“ überprüft die Bundesregierung regelmäßig die Energieeinsparziele, die sie in ihrem Energiekonzept im September 2010 festgelegt hat. Für diese Überprüfung werden detaillierte Statistiken zum Energieverbrauch privater Haushalte und Unternehmen benötigt.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Kooperation mit der Technischen Universität München, der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg und der IREES GmbH die Energieverbrauchsstrukturen von öffentlichen und privaten Unternehmen in den Bereichen Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) untersucht. Die jetzt veröffentlichte Studie zeigt: Zwar ist der Energieverbrauch seit 2006 deutlich gesunken, aber es gibt noch Einsparpotenziale – vor allem bei der Beleuchtung.

Im Rahmen der Studie wurden mehr als 2.000 Unternehmen zu ihrem Energieverbrauch befragt. Die Ergebnisse der Befragung zum Einsatz einzelner Energieträger wie Strom, Erdgas und Heizöl wurden anschließend auf Deutschland hochgerechnet. Projektleiterin Barbara Schlomann vom Fraunhofer ISI fasst zusammen: „Insgesamt zeigen diese Ergebnisse seit 2006 einen leicht rückläufigen Trend sowohl beim Strom- als auch beim Brennstoffverbrauch.“

Trotz dieses Erfolgs betont sie, dass es noch erhebliche weitere Energieeinsparmöglichkeiten gibt: „Mehr als 40 Prozent des Stromverbrauchs in diesem Sektor entfallen auf die Beleuchtung. Hier rentieren sich Investitionen für eine effiziente Beleuchtung häufig schon nach drei Jahren. Gut 20 Prozent des eingesetzten Stroms werden für motorische Antriebe gebraucht, hier ließe sich vor allem durch Systemoptimierungen Energie sparen. Bei den Brennstoffen werden 70 Prozent des Energiebedarfs für die Raumheizung genutzt, erhebliche Einsparmöglichkeiten bieten hier die Gebäudesanierung und die Erneuerung der Heizungssysteme.“

Mehr Informationen finden Sie hier.

Bild: La-Liana / pixelio.de

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