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Die Energiewende und ihre Konsequenzen - was denken die Bundesbürger? (Quelle: Stiebel Eltron)

STIEBEL-ELTRON-Trendmonitor 2014

Der Energie-Trendmonitor 2014 gibt Auskunft darüber, wie die Deutschen zu den Zielen der Energiewende stehen. Was wissen die Haushalte über die größten Energiefresser? Was wünschen sich die Bundesbürger von der Politik?

Die Energiewende in Deutschland sorgt weltweit für Aufsehen und erfasst alle Teile der Gesellschaft. Um die von der Bundesregierung beschlossenen Ziele umzusetzen, spielen die privaten Haushalte eine zentrale Rolle. Vor diesem Hintergrund initiierte Stiebel Eltron eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage.

Die wichtigsten Zahlen wurden grafisch aufbereitet. Die kompletten Umfrage mit alle Ergebnissen finden Sie im PDF-Dokument.

Deutschlands Haushalte könnten dazu beitragen, eine Schwachstelle der Energiewende zu beheben: Den reichlich produzierten Ökostrom tatsächlich zu nutzen. Voraussetzung dafür wäre laut dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP), die mehr als 6,5 Millionen schon vorhandenen Warmwasserspeicher und Speicherheizungen in Deutschlands Haushalten umzurüsten und für das Speichern von Ökostrom zu nutzen. 78 Prozent der Bundesbürger sind grundsätzlich bereit, einen größeren Beitrag zur Energiewende zu leisten - so das Ergebnis des STIEBEL ELTRON Energie-Trendmonitors 2014.

Die Ausgangslage: In Deutschland gibt es immer mehr "grünen Strom". Im ersten Halbjahr 2014 lag der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien bereits bei 28,5 Prozent und soll bis 2025 sogar bis zu 60 Prozent steigen. Doch die Erfolgsgeschichte des Stroms aus Wind und Photovoltaik hat einen Wermutstropfen: Die Erzeugung ist - anders als Strom aus konventionellen Kraftwerken - nicht fest planbar. Er muss deshalb gespeichert werden, damit zur Versorgungssicherheit in Zukunft weniger Kohle- und Gaswerke vorgehalten werden müssen.

Bisher sind neben dem unzureichenden Stromnetz fehlende Speicher für den Ökostrom das Kernproblem. Deshalb wird in Spitzenproduktionszeiten - wenn der Wind stark bläst oder die Sonne kräftig scheint - Ökostrom an der Strombörse in Leipzig zu Niedrigpreisen verschleudert. Oder es müssen Windkraftanlagen einfach abgeschaltet werden, um das Stromnetz nicht zu überlasten. Bei Windstille oder trübem Wetter müssen bisher konventionelle Kraftwerke die Strom-Grundlast für Industrie und Wohnungen sicherstellen.

Das Fraunhofer-Institut hält jedoch die thermische Speicherung in deutschen Privathaushalten für die umweltfreundlichere und effizientere Alternative. Das Potenzial ist gewaltig und liegt nach jüngsten IBP-Studienergebnissen bis 2020 schon bei einem Speichervolumen von rund 21 Terawattstunden (TWh) und einer verfügbare Leistung von rund 28 Gigawatt (GW) im Jahr 2020. "Dies entspricht 70 Kohlekraftwerken der 400 Megawatt-Klasse", erläutert Karlheinz Reitze, Geschäftsführer von Stiebel Eltron. Bis 2050 wird das theoretische Speicherpotenzial mit rund 31 TWh und einer verfügbare Leistung von rund 38 Gigawatt (GW) bewertet.

"Die privaten Haushalte in Deutschland bieten größte Chancen, um die witterungsbedingten Schwankungen der Stromproduktion von Wind- und Sonnenenergieanlagen abzufedern", sagt Reitze. "Im Idealfall werden dafür moderne Wärmepumpen genutzt, die dann arbeiten, wenn ein Überangebot an Strom aus erneuerbaren Quellen vorhanden ist und damit das Netz entlasten. Sie koppeln im Betrieb zusätzlich ein Vielfaches des eingesetzten Stroms in Form von Umweltenergie ein und potenzieren so also ihre positive Umweltwirkung. Und da die gewonnene Umweltenergie kostenlos ist und bleibt, sind sie auch noch absolut wirtschaftlich."

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