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Brennstoffzelle: Schematische Darstellung der Funktionsweise der Brennstoffzelle in der Viessmann Vitovalor 300-P. (Quelle: Viessmann)

Brennstoffzelle: Berechnungshilfe zur DIN SPEC 32737

Die Initiative Brennstoffzelle bietet ab sofort kostenfrei eine Berechnunghilfe zur DIN SPEC 32737 für Brennstofzellen mit einer thermischen Leistung zwischen 0,3 und 5 kW an, die in Wohngebäuden als stromerzeugende Heizungen zum Einsatz kommen.

Ende 2014 wurde mit der DIN SPEC 32737 erstmals ein Verfahren zur energetischen Bewertung von Brennstoffzellen festgelegt, das an die Systematik der DIN V18599-9 zur energetischen Bewertung von KWK-Systemen anknüpft und die vorgegebenen Randbedingungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) berücksichtigt.

Berechnungstool für Brennstoffzellen: Nach DIN SPEC 32737

Die Initiative Brennstoffzelle bietet nun unter www.ibz-info.de, Rubrik "Medien", eine Berechnungshilfe zur Nutzung der DIN SPEC 32737 kostenlos zum Download an. Die Berechnungshilfe soll für Anwender von ENEV-Berechnungssoftwarelösungen als einfache Ergänzung dienen, um auch Brennstoffzellen-Heizungen bei der energetischen Planung und Bewertung von Wohngebäuden nach der aktuellen EnEV berücksichtigen zu können.

Brennstoffzellen sind die Zukunft der Energieversorgung im Haus. Laut einer aktuellen Brennstoffzellen-Studie der Unternehmensberatung Roland Berger ist die Technik marktreif und kann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Die kleinen Kraftwerke, die Wärme und Strom liefern, arbeiten energiesparend und klimaschonend. Brennstoffzellen ersetzen veraltete Heizungsanlagen oder ergänzen das bestehende Heizgerät. Auch für Neubau und Gewerbebetriebe gibt es passende Lösungen. Zahlreiche Brennstoffzellengeräte von verschiedenen Herstellern sind bereits im Einsatz, wie etwa die Modelle Viessmann Vitovalor 300-P, das laut Hersteller erste in Serie gefertigte Brennstoffzellen-Heizgerät auf dem europäischen Markt, oder die auf der ISH 2015 neu präsentierten Modelle Buderus Logapower FC10 und Elcore MAX.

Bewertung für Brennstoffzellen zwischen 0,3 und 5 kW

Das Verfahren bezieht sich auf Brennstoffzellen mit einer thermischen Leistung zwischen 0,3 kW und 5 kW, die in Wohngebäuden oder Objekten mit vergleichbarer Nutzung zum Einsatz kommen und wärmegeführt betrieben werden. Voraussetzung für die Anwendung der DIN SPEC 32737 ist die Verfügbarkeit von Kennwerten wie Leistungen und Wirkungsgraden, die in der DIN EN 50465 formuliert sind. Mit der neuen technischen Regel wurde ein wichtiger Schritt getan, um Brennstoffzellen im Rahmen der EnEV, des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes oder darauf aufbauender Förderinstrumente normativ bewertbar zu machen. Brennstoffzellen-Heizgeräte als innovative dezentrale Erzeuger von Strom und Wärme sind schon heute in der Lage, die strengen Anforderungen der ENEV 2016 zu erfüllen und erhalten auch beim ab 26.09.2015 geltenden EU-Energielabel für Heizungen die höchste Effizienz-Einstufung. (gra)

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