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TÜV Akademie bildet Energieberater für Baudenkmale aus

Eine energetische Sanierung ist bei Wohn- und Gewerbeimmobilien durch Wärmedämmung oder moderne Heizungsanlagen realisierbar, stellt allerdings bei Baudenkmalen und besonders erhaltenswerter Bausubstanz eine Herausforderung dar. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat hierfür im Programm „Energieeffizient Sanieren“ das Fördersegment "Effizienzhaus Denkmal" gemäß § 24 EnEV (Energieeinsparverordnung) ins Leben gerufen. Um damit Mittel aus dem Fördertopf zu erhalten, müssen Bauherren einen anerkannten Sachverständigen als Energieberater für Baudenkmale beauftragen.

Eine energetische Sanierung ist bei Wohn- und Gewerbeimmobilien durch Wärmedämmung oder moderne Heizungsanlagen realisierbar, stellt allerdings bei Baudenkmalen und besonders erhaltenswerter Bausubstanz eine Herausforderung dar. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat hierfür im Programm „Energieeffizient Sanieren“ das Fördersegment "Effizienzhaus Denkmal" gemäß § 24 EnEV (Energieeinsparverordnung) ins Leben gerufen. Um damit Mittel aus dem Fördertopf zu erhalten, müssen Bauherren einen anerkannten Sachverständigen als Energieberater für Baudenkmale beauftragen.

Die TÜV Akademie, der TÜV Thüringen-Gruppe, hat als eine der wenigen Bildungseinrichtungen in Deutschland die Anerkennung der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalspflege e.V. (WTA), „Energieberater für Baudenkmale und für sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz im Sinne des § 24 EnEV 2009“ auszubilden.

Roman Deckwart, Geschäftsbereichsleiter Seminare und Personal bei der TÜV Akademie, beschreibt den Inhalt der Ausbildung wie folgt: „Mit dem Energieberater für Baudenkmale richten wir uns gezielt an Architekten, Bauingenieure und Bauphysiker. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fordert seit Januar dieses Jahres bei der Durchführung von Energieberatungen an Baudenkmalen eine derartige Ausbildung bei einem speziell dafür anerkannten Bildungsträger. Eine von derzeit bundesweit sieben diesbezüglich akkreditierten Einrichtungen ist die TÜV Akademie. Neben den Fördermöglichkeiten erhalten die Teilnehmer einen Überblick über die relevanten Gesetze, Verordnungen und Richtlinien.

Darüber hinaus wird in einer ganzheitlichen Betrachtungsweise die energetische und bauphysikalische Bewertung eines historischen Gebäudebestandes vermittelt, wie dies in einem denkmalpflegerischen Planungs- und Instandhaltungskonzept einzufließen hat und welche denkmalverträglichen bauphysikalischen Maßnahmen daraus abzuleiten sind. Wir bieten dieses Spezialseminar modular an. Der Gesamtumfang erstreckt sich auf insgesamt 60 Seminarstunden.“ Nach erfolgreicher Prüfung erhalten die Teilnehmer das Zertifikat „Energieberater für Baudenkmale (TÜV®)“ als Abschluss.

Hintergrund des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ ist das Energiekonzept 2050 der Bundesregierung. Es sieht eine Senkung des Primärenergiebedarfs um 50 Prozent vor. Ein solches Ziel ist nur durch massive Einsparungen möglich. Einen Großteil der Energie verbrauchen wir heute für Heizung und Beleuchtung im Wohnbereich. Daher soll bis 2020 bereits ein Fünftel des Wärmebedarfs beim Gebäudebestand verringert werden. Eine professionelle Energieberatung im Vorfeld einer Sanierung ist Grundvoraussetzung für energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen. Nur so lassen sich die geforderten Einsparungen erzielen.

Mehr Information zum Seminarangebot finden Sie hier.

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