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Solare Wärme im Geschosswohnungsbau: Diese Abbildung zeigt mehrere Wohnobjekte der GWG in Ingolstadt, welche bereits durch ein Nahwärmenetz verbunden sind. (Quelle: Technische Hochschule Ingolstadt)

Solare Wärme im Geschosswohnungsbau: Bericht vom Fachforum des Innovationsnetzwerks RegIN+

Wieviel Potential in dieser Technologie steckt, das beleuchteten zwei Fachvorträge bei der „RegIN+“-Veranstaltung „Solare (Nah-)Wärme im Geschosswohnungsbau“ am 12. Mai in Ingolstadt. Eine Energiewende, die dem Bürger und der Umwelt gleichermaßen dient, könne auf Solarthermie zur Wärmeversorgung im Wohnbereich nicht verzichten, so die einhellige Meinung der beiden Referenten.

(v.l.n.r.) Prof. Tobias Schrag, Professor für Gebäudeenergietechnik an der TH Ingolstadt, Daniel Beckenbauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für neue Energie-Systeme der TH Ingolstadt, Jörg Ortjohann, Inhaber des Ingenieurbüros Ortjohann und Vorstand der Stiftung Energieeffizienz in Köln. (Quelle: Technische Hochschule Ingolstadt)

Bei dem ersten Vortrag der abendlichen Fachveranstaltung berichtete Daniel Beckenbauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für neue Energie-Systeme (InES) der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI), vom Forschungsprojekt „smartSOLgrid“. In diesem entwickeln Wissenschaftler des InES zusammen mit CitrinSolar, einem Hersteller von Solarkollektoren aus Moosburg, und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt (GWG) ein innovatives, solar-gespeistes Wärmenetz.

smartSOLgrid: Solar-gespeistes Wärmenetz

Solche Netze waren bisher wegen ihrer technischen Komplexität in Deutschland wirtschaftlich kaum darstellbar. Daher werde bei smartSOLgrid auf kleine, dezentrale Solarthermie-Anlagen gesetzt, welche sich über eine intelligente Verknüpfung (Wärmenetz) auf die Warmwasserbereitung fokussieren. Die Vorteile liegen laut Beckenbauer dabei auf der Hand: Geringere Speicherverluste, vergleichsweise einfache Nachrüstbarkeit in dicht bebauten Gebieten und höhere Energieeffizienz.

Jörg Ortjohann, Inhaber des Ingenieurbüros Ortjohann und Vorstand der Stiftung Energieeffizienz in Köln, wies anschließend auf die notwendige Ertragskontrolle von solarthermischen Anlagen hin. Beim Projekt „50 Solarsiedlungen in NRW“, an dem sein Ingenieurbüro beteiligt war, habe sich einmal mehr gezeigt: Mit einer durchdachten Auslegung und Integration in das Gebäude- und Anlagenkonzept leisten solarthermische Anlagen einen wichtigen Beitrag zur Wärmeversorgung im Gebäude – sofern auf die Qualitätssicherung geachtet wird. Weitere Infos dazu sind unter der Webseite www.stiftung-energieeffizienz.de abrufbar.

Solarthermie: Integration in das Gebäude- und Anlagenkonzept

Das Fachforum wurde im Rahmen des Innovationsnetzwerks RegIN+ durchgeführt. Vorträge der Referenten können auf Anfrage über die RegIN+ Kontaktstelle angefordert werden (siehe Projektwebseite www.RegIN-plus.de/downloads). RegIN+, das am Institut für neue Energie-Systeme angesiedelt ist, wird durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, dem Europäischen Sozialfonds, sowie Unternehmen aus der Region gefördert.(gra)

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