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Laut Organisation für erneuerbare Energien sanken die Stromerzeugungskosten aus Photovoltaik im vergangenen Jahr weltweit um 13 Prozent. (Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de)

Die Internationale Organisation für erneuerbare Energien IRENA hat aktuell ihren Bericht zu den Kosten, die bei der Verstromung aus erneuerbaren Energien weltweit anfallen, vorgelegt. Am stärksten sanken demnach im Berichtsjahr 2018 die Preise für Solar- und Windkraft.

Stromerzeugungskosten aus Erneuerbaren sinken weltweit kontinuierlich

In ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht Renewable Power Generation Costs in 2018 betont die International Renewable Energy Agency IRENA mit Hauptsitz in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) und Forschungszentrum in Bonn (Deutschland), dass die Kosten generell für alle auf dem Markt befindlichen Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien in 2018 gefallen sind. Im Jahresvergleich fielen die weltweit gewichteten durchschnittlichen Stromgestehungskosten für Solarthermie (CSP) um 26 %, gefolgt von Bioenergie (-14 %), Photovoltaik (PV) und Onshore-Windkraft (beide -13 %), Wasserkraft (-12 %), Geothermie und Offshore-Windkraft (beide -1 %). Der Bericht stellt fest, dass neue Bioenergie-, Wasserkraft-, Wind-Onshore- und Photovoltaik-Projekte gewöhnlich neue Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen unterböten.

Vorreiter bilden dabei Onshore-Windkraft und Photovoltaik. Diese würden nach Mitteilung von IRENA zeitnah ohne Finanzierungshilfe günstigeren Strom liefern als jede andere Option aus fossilen Brennstoffen. Über drei Viertel der Onshore-Windkraft- und vier Fünftel der Kapazität der Photovoltaik-Großanlagenprojekte in der IRENA-Datenbank, die im nächsten Jahr in Betrieb genommen werden, zeigten niedrigere Preise als die günstigste neue Kohle-, Öl- oder Erdgasoption. Neue Solar- und Windanlagen würden zunehmend sogar die reinen Betriebskosten von Kohlekraftwerken unterbieten. Die Gesamtkosten für neue Onshore-Windkraft- und Photovoltaik-Projekte, die 2020 und später errichtet werden, würden unter den Betriebskosten für existierende Kohlekraftwerke liegen. So die Prognose der Organisation für erneuerbare Energien. Durch systemübergreifende Planung würden die Integrationskosten auf ein Minimum beschränkt.

IRENA betont, dass in den meisten Teilen der Welt erneuerbare Energien schon die kostengünstigste Quelle zur Stromerzeugung seien, weitere Länder würden folgen, da die Kosten für Solar- und Windenergie weiter sinken. Weltweit gewichtete durchschnittliche Stromgestehungskosten aus Bioenergie, Wasserkraft, Geothermie, Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen liegen laut Bericht seit 2010 innerhalb der Bandbreite der Stromerzeugungskosten aus fossilen Brennstoffen. Photovoltaik-Großprojekte (PV) fielen 2014 in die Bandbreite der Stromerzeugungskosten aus fossilen Brennstoffen und Solarthermie (CSP) 2018.

Die internationale Organisation überarbeitet ihre Kostenprognosen für Photovoltaik und Onshore-Windkraft ständig. Anfang 2018 zeigte die IRENA-Analyse von Auktions- und PPA-Daten, dass die global gewichteten durchschnittlichen Stromgestehungskosten 2020 auf knapp unter fünf US-Cent pro Kilowattstunde (0,049 USD/kWh) für Onshore-Windkraft und fünfeinhalb Cent pro Kilowattstunde (0,055 USD/kWh) für Photovoltaik sinken könnten. Ein Jahr später ist der potenzielle Wert für Onshore-Windkraft 2020 um weitere 8 % auf viereinhalb Cent pro Kilowattstunde (0,045 USD/kWh) gefallen, während der für Photovoltaik um 13 % auf weniger als fünf Cent pro Kilowattstunde (0,048 USD/kWh) sinkt. (kew)

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