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Die Energiewende – ein soziales Problem?

Teilnehmer der Berliner Energietage aus den Jahren 2015 bis 2017 haben ihre Meinung zur Energiewende geäußert: besonders negativ fällt ihr Urteil unter gesellschaftspolitischen Gesichtspunkten aus.

Klimaziele als Belastung

Über 40 Prozent der Befragten glauben, dass die Klimaziele der Bundesregierung „nur wenige interessieren“. Mehr als jeder Fünfte schätzt die Stimmung in der Republik sogar als negativ ein („Klimaziele werden als Belastung empfunden“). Nur ein Viertel glaubt, dass die politischen Ziele („Klimaneutralität 2050“) auf individueller Ebene mitgetragen und/oder befördert werden.

Als unzureichend schätzen die Befragten vor allem die Beteiligungsmöglichkeiten an der Energiewende sowie die soziale Ausgewogenheit der Belastungen ein. Jeweils fast zwei Drittel beantworten die entsprechenden Fragen negativ. Eine positive Einschätzung gibt es hingegen nur von etwa einem Viertel der Befragten.

Wichtigste Aufgaben: Kohleausstieg und erneuerbare Energien

Der Kohleausstieg (18,6 Prozent) und der Ausbau der erneuerbaren Energien (20,5 Prozent) wurden als die wichtigsten Aufgaben genannt, die es jetzt anzupacken gelte, um die Energiewende im Strombereich voran zu bringen. Die Kopplung des Stromsektors mit dem Gebäude- und Verkehrsbereich wurde von 15,9 Prozent als dringliche Aufgabe gesehen (Mehrfachnennungen waren möglich). Im Gebäudebereich sah mehr als ein Drittel der Befragten (34,3 Prozent) die Modernisierung der Heizungsanlage als primäre Maßnahme an – deutlich vor Maßnahmen an der Gebäudehülle (24,9 Prozent).

Umfrage „Klartext Energiewende 2017“

Die Umfrage „Klartext Energiewende 2017“ wurde Anfang Mai vor den Berliner Energietagen unter den Teilnehmern der Energietage 2015 bis 2017 durchgeführt, die aus unterschiedlichsten Branchen stammen. Fast 800 Experten und Entscheider haben teilgenommen und ihre Einschätzung der Energiewende-Lage 2017 abgegeben. (fei)

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