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Leitfaden für Erdwärmenutzung in Niedersachsen

Aufgrund steigender gesetzlicher Anforderungen für die Planung, Errichtung sowie den Betrieb von Erdwärmesondenfeldern haben das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und das Niedersächsische Umweltministerium (MU) jetzt den „Leitfaden für Erdwärmenutzung in Niedersachsen" (Geobericht 24) um die Rubrik Erdwärmesondenfelder erweitert.

Heizen und Kühlen gleichzeitig

Erdwärmesondenfelder können zum Kühlen und Heizen eingesetzt werden. In Niedersachsen gibt es mittlerweile über 150 dieser Anlagen, die aus einigen wenigen bis mehreren hundert Geothermie-Sonden bestehen. Sie werden bislang vor allem bei größeren Industrie- und Verwaltungsgebäuden in Ballungsräumen wie Hannover, Osnabrück und Wolfsburg eingesetzt. Dabei werden einzelne Sonden zu einer Gesamtanlage mit einer Leistung von 30 bis zu mehreren hundert Kilowatt zusammengeführt, die in der Regel gleichzeitig zum Heizen wie zum Kühlen genutzt werden kann. Diese Anlagen erfüllen moderne Umweltansprüche an den Einsatz erneuerbarer Energien.

Leitfaden für Erdwärmenutzung in Niedersachsen

Der „Leitfaden für Erdwärmenutzung in Niedersachsen" wurde im Herbst 2012 erstmals herausgegeben und richtet sich an Planungsbüros, Bauherren, Fachfirmen wie Bohrunternehmen und Heizungsbauer sowie an die Genehmigungsbehörden, die im Bereich der oberflächennahen Geothermie (Erschließungstiefe bis 400 Meter) tätig sind. Schwerpunkt des Leitfadens sind Genehmigungsvoraussetzungen für die Errichtung und den Betrieb von Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren oder Erdwärmebrunnensystemen zum Entzug von Wärme aus dem Boden bzw. aus dem Grundwasser. Es werden die technischen und fachlichen Grundlagen sowie das Zulassungsverfahren durch die Unteren Wasserbehörden erläutert. Beim Genehmigungsverfahren werden die aufgrund ihrer unterschiedlichen wasserwirtschaftlichen und hydrogeologischen Bedingungen klassifizierten Regionen in Niedersachsen beschrieben. (fei)

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