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IWO Brennstoffkostenvergleich

Hauseigentümer mit einer Ölheizung konnten sich in den vergangenen Monaten über die gesunkenen Brennstoffpreise freuen. Die Kosten für Heizöl sind in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 im Bundesdurchschnitt um mehr als 20 Prozent gesunken. Darauf weist das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) hin. Im Hinblick auf die Energiekosten mache es jedoch immer auch Sinn, die Langzeitwerte zu betrachten. Schließlich verrichten Heizungssysteme über viele Jahre ihren Dienst. Doch auch hier schnitten Heizölkunden günstiger ab als Besitzer einer Gasheizung.

Wer in den vergangenen vier Jahren jeweils 3.000 Liter Heizöl verbrauchte, um damit sein Haus zu erwärmen, zahlte dafür durchschnittlich rund 1.850 Euro pro Jahr. Für eine vergleichbare Menge Erdgas wurden jährlich etwa 2.050 Euro fällig, bei Fernwärme waren es für die entsprechende Energiemenge fast 2.400 Euro. Auch im Zehn-Jahres-Vergleich lagen die Brennstoffkosten für eine Ölheizung im Durchschnitt niedriger als für Erdgas, Flüssiggas oder Fernwärme. Das zeigen Auswertungen des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) auf Grundlage von Daten der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“.

Viele Faktoren für die Preisbildung wichtig

Wie genau sich Energiepreise entwickeln, lässt sich kaum vorhersagen. Der Ölpreis und damit der Heizölpreis hängen zum Beispiel von vielen verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen zum Beispiel geopolitische Aspekte ebenso wie die Entwicklung von Angebot und Nachfrage. Ungefähr zwei Drittel des Heizölpreises entfallen auf den Einkaufspreis auf den Ölmärkten. Mehr als ein Viertel auf die Energie- und Mehrwertsteuer. „Generell bieten Ölheizungen den großen Vorteil, dass Verbraucher sich in Phasen niedriger Heizölpreise bevorraten können“, erklärt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig.

Langfristig zahlt sich eine Modernisierung aus

Wer seine Brennstoffkosten nachhaltig senken möchte, sollte auf mehr Effizienz beim Heizen setzen. Auch vor dem Hintergrund, dass es für fossile Energieträger wie Heizöl und Gas ab dem Jahr 2021 einen
CO2-Aufschlag zusätzlich zu den bestehenden Abgaben geben wird. Für ölbeheizte Gebäude steht mit Öl-Brennwertgeräten eine effiziente Technik zur Verfügung. Nach der Modernisierung wird im Vergleich zu älteren Ölheizungen spürbar weniger Heizöl verbraucht: bis zu 30 Prozent Einsparung sind hier möglich. Noch höhere Einsparungen lassen sich durch die Kombination mit erneuerbaren Energien erzielen. Als Klassiker gilt dabei die Verbindung von Öl-Brennwerttechnik und Solarenergie. Der zusätzliche Einbau einer Solarthermieanlage wird seit Jahresbeginn vom Staat mit einem Investitionskostenzuschuss von 30 Prozent gefördert.

Neue Brennstoffe für weniger CO2

Für die weitere Zukunft sind die Anlagen dann ebenfalls gerüstet: Denn auch der Einsatz künftiger treibhausgasreduzierter Energieträger ist mit den Öl-Brennwertheizungen einfach möglich. An solchen Brennstoffen, die das fossile Heizöl zunehmend ersetzen könnten, wird bereits intensiv gearbeitet. 

Quelle: IWO

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