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INKaS: Das Innovationsnetzwerk Kälteanlagen und Speichertechnik ist ein thematisches Leitnetzwerk des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. (Quelle: INKaS)

Innovationsnetzwerk Kälteanlagen & Speichertechnik: Beitrag zur Energieeffizienz

Um eine Verbesserung der Energieeffizienz zu erreichen, werden neuartige Technologien im Bereich Kälte-, Speicher - und Gebäudetechnik benötigt. Das Innovationsnetzwerk Kälteanlagen & Speichertechnik (INKaS) treibt derartige Technologieentwicklungen voran und zeigt deren wirtschaftliche Umsetzbarkeit.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Innovationsnetzwerk bündelt die Kompetenzen von elf mittelständischen Unternehmen sowie dem Fachverband AGFW und einer Forschungseinrichtung.

  • Im Verbund werden innovative technologische Anlagenkomponenten und Gesamtlösungen zur energieeffizienten Strom-, Wärme- und Kälteerzeugung mit thermischen und elektrischen Speichertechnologien kombiniert.
  • Es werden Vermarktungskonzepte für überbetriebliches Lastmanagement zur Nutzung ungenutzter Lastenpotentiale implementiert.
  • INKaS unterstützt Industrie- und Endanwender, sowie Kommunen bei der geförderten Vorplanung und Implementierung einer innovativen und kosteneffizienten Anlagentechnologien.
  • Die innovativen Technologienkombinationen ermöglichen somit auch neue Geschäftsmodelle für die Netzwerkpartner.

Koordinator, Ideengeber und Entwicklungspartner ist die vom BMWi autorisierte abc advanced biomass concepts GmbH (abc) mit Hauptsitz in Bremen. Der AGFW bringt sein Expertenwissen in den Bereichen Kälteerzeugung und Wärme-/Kältespeicher sowie Forschung und Entwicklung in das Netzwerk ein. Zudem fungiert der Verband als Multiplikator, um neu entwickelte Technologien bei Anwendern wie zum Beispiel Stadtwerken bekannt zu machen.

INKaS: Gesamtlösungen zur energieeffizienten Strom-, Wärme- und Kälteerzeugung

Die Initiative zur Gründung des Innovationsnetzwerkes ging von abc aus. Deren Ingenieure suchten bundesweit nach zukunftsausgerichteten Unternehmen für ein Netzwerk in den Bereichen Kälteanlagen und Speichertechnik. Gerade auf diesen Gebieten lässt sich der Energieeinsatz noch erheblich optimieren. Mit entsprechenden Technologien kann z.B. überschüssige Umweltwärme oder solare Strahlungsenergie zum Antrieb einer Kältemaschine genutzt werden. Speichertechnik für Wärme und Strom ist eine unverzichtbare Schnittstelle zwischen Erzeugung und Verbrauch. Dies gilt umso mehr, wenn zum Beispiel die Erzeugung dezentral durch erneuerbare Energien erfolgen soll. Hier Lösungen zu finden, sei es durch Neuentwicklungen oder Kombination von Bestandstechnologien, ist der erklärte Wille der Netzwerkpartner.

SmartLast: Markt mit flexiblen Kapazitäten

Erste Forschungs- und Entwicklungsansätze für unterschiedliche Cluster hat abc bereits identifiziert. Ein Beispiel ist das Innovationsvorhaben im Bereich überbetriebliches Lastmanagement. Durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung wandelt sich der Markt für Regelleistung zu einem Markt mit flexiblen Kapazitäten. Dazu Ines Specketer, Leitende Netzwerkmanagerin Verfahrenstechnik bei abc: „Mit dem Konzept SmartLast wird INKaS diesen Wandel technologisch optimieren können.“ Konkret bringt ein Partner die energietechnische Software, ein zweiter die passende hardwaretechnische Automationskomponente und ein dritter den elektrischen Speicher in eine gemeinsame Lösung ein.

Energieeffiziente Gebäudetechnik: Neue Speichermodule

Ein zweites Beispiel ist das Innovationsvorhaben im Bereich energieeffiziente Gebäudetechnik. Hier geht es um die Entwicklung eines neuartigen Salzspeichermoduls. So lassen sich die Energiedichte und die Kapazität von Warmwasserspeichern durch das Nachrüsten eines Salzmoduls erhöhen. In einem dritten Cluster auf dem Gebiet der Thermischen Kälteanlagen soll im Rahmen eines Kooperationsprojekts der Wirkungsgrad von Holzkesselanlagen gesteigert werden. Die heißen Abgase sollen dafür in ein innovatives Wärmerückgewinnungssystem geleitet werden. Die entzogene Wärme dient Heizzwecken oder das erwärmte Wasser wird in eine Absorptionskälteanlage geleitet, um Prozesskälte zu erzeugen oder Räume zu klimatisieren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.inkas-netzwerk.de. (gra)

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