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Smart Meter: Der vzbv fordert, dass es keinen Zwang zum Einbau geben dürfe. (Quelle: Onur Döngel/istockphoto.com)

Smart Meter Pläne: Kritik von Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) fordert, dass Privathaushalte nicht zum Einbau von intelligenten Stromzählern oder intelligenten Messsystemen gezwungen werden dürfen, wie dies das Eckpunktepapier des BMWi zum Smart Meter-Rollout vorsieht.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Februar 2015 veröffentlichte Eckpunktepapier sieht den Pflichteinbau intelligenter Messsysteme für alle Haushalte mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr vor. Alle anderen Haushalte sollen nach und nach einen intelligenten Zähler bekommen. Der vzbv begrüßt die Streichung der Einbauverpflichtung für Neubau und Sanierung in den vorgelegten Eckpunkten des Bundeswirtschaftsministeriums. Aus Verbrauchersicht gehe das aber noch nicht weit genug.

Der vzbv fordert, den Zwang zum Smart Meter-Einbau für alle Haushalte sowie intelligenter Messsysteme ab einem Jahresverbrauch von 6.000 kWh zurückzunehmen. „Die neue ‚intelligente Infrastruktur‘ bringt für die Mehrzahl der Stromverbraucher mehr Kosten als Nutzen. Eine Modernisierungsoffensive in Deutschlands Kellern darf nicht per Zwang und auf Kosten der Verbraucher verordnet werden“, sagt Marion Jungbluth, Leitung Team Energie und Mobilität des vzbv. Anstelle einer verordneten Zwangsmaßnahme zum Smart Meter-Einbau solle daher auf Freiwilligkeit gesetzt werden.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. sieht weiteren Nachbesserungsbedarf insbesondere bei Fragen der Finanzierung, der zeitlichen Organisation des Rollouts, der Rechte der Anschlussnehmer sowie der Veröffentlichungspflichten der Rollout-Pläne der Verteilernetzbetreiber. Besonders hohe Anforderungen stellt der vzbv an Datenschutz und Datensicherheit der intelligenten Messsysteme und Zähler. (asc)

Mehr zum Thema Smart Meter: Smart Metering 2.0. Vom intelligenten Gaszähler zu Smart Grid, Ulrich Wernekinck/Norbert Burger, 351 S., ISBN: 9783835632424

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