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Wärmedämmung, Energetische Sanierung
Kein Steuerbonus für Wärmedämmung: Im Koalitionsausschuss konnte keine Einigung erzielt werden. (Quelle: Thorben Wengert/pixelio.de)

Energetische Sanierung: Doch kein Steuerbonus für Wärmedämmung

Die Bundesregierung will das Dämmen von Gebäuden nun doch nicht fördern. Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, hat sie den bereits beschlossenen milliardenschweren Steuerbonus vorerst gestoppt.

„Über eine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung konnte im Koalitionsausschuss keine Einigung erzielt werden“, heißt es laut dpa in einem Brief von SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann an die Mitglieder seiner Fraktion.

Im Dezember hatten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder auf einen Steuerbonus für Gebäudesanierungen geeinigt. Gebäudebesitzer sollten rückwirkend ab Januar 10 bis 25 Prozent ihrer Sanierungskosten von der Steuerlast abziehen können. Durch den steuerlich begünstigten Austausch von Fenstern und alten Heizkesseln und besseren Dämmungen sollte das Energiesparen vorangebracht werden. Der neue Gebäudesanierungs-Bonus hätte Bund und Länder jährlich etwa eine Milliarde Euro gekostet. Doch nun bleibt es bei den geltenden steuerlichen Absetzbarkeitsregeln bei Handwerkerleistungen in der Gebäudesanierung.

Ursprünglich war für die Gebäudesanierung ein Kompromiss vorgesehen. Hausbesitzer sollten einen Teil ihrer Kosten von der Steuer absetzen können, dafür sollte der Handwerkerbonus verringert werden. Oppermann kündigte an, dass das Wirtschaftsministerium nun alternativ prüfe, Zuschussprogramme der KfW-Bank zu erhöhen. (fei)

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