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Zehnder ComfoAir 180: Kompaktes Lüftungsgerät (Quelle: Zehnder)

Zehnder ComfoAir 180: Zertifiziert für Einbau in Passivhaus

Das Passivhaus-Institut Dr. Feist in Darmstadt hat dem Lüftungsgerät ComfoAir 180 von Zehnder Comfosystems das Zertifikat „Passivhaus geeignete Komponente – Wärmerückgewinnungsgerät“ verliehen.

Das Gerät wurde in den Prüfkriterien Behaglichkeit, Schallschutz, Wärmebereitstellungsgrad, Elektroeffizienz, Abgleich und Regelbarkeit, Raumlufthygiene und Frostschutz getestet. Das Lüftungsgerät Zehnder ComfoAir 180 passt mit Abmessungen von 680 x 560 x 280 mm in einen handelsüblichen Küchenschrank oder eine Wandnische und eignet sich für Wohneinheiten bis zu 120 Quadratmeter Fläche.

ComfoAir: 180 Kubikmeter Luft stündlich

Mit einem Schallleistungspegel von 43 dB(A) arbeitet das Lüftungsgerät sehr leise und eignet sich so auch für den Einbau in Küche, Bad oder Flur. Dabei kann das Zehnder ComfoAir 180 stündlich bis zu 180 m³ Luft fördern. Speziell im Passivhauseinsatz ist das Lüftungsgerät für eine Luftleistung von 90 – 145 m³/h vorgesehen und erreicht dabei einen Wärmebereitstellungsgrad von 82 %. Zu- und Abluft werden mittels zweier Gleichstrom-Ventilatoren betrieben, die Elektroeffizienz des Gerätes liegt bei 0,27 Wh/m³. Auch Druckunterschiede im Luftverteilsystem lassen sich leicht ausgleichen, da die Ventilatoren getrennt angesteuert werden.

Passivhaus-Zertifikat: Besondere Rahmenbedingen

Für das Passivhaus-Zertifikat durchlief das Lüftungsgerät ein Prüfverfahren, wobei es eine minimale Zulufttemperatur von 16,5°C auch bei einer Außenlufttemperatur von -10°C erreichen musste. Diese Vorgabe basiert auf den besonderen Rahmenbedingungen in Passivhäusern, in welchen keine zusätzlichen Heizflächen an Außenbauteilen erforderlich sind und die Zulufttemperatur nach unten begrenzt werden muss, um Kaltlufteinfall zu vermeiden. Die Prüfung des Lüftungsgerätes erfolgt sowohl lufttechnisch als auch thermodynamisch, zudem wird die Luftdichtigkeit des Gerätes im Unterdruck und Überdruckverfahren getestet.

Neben diesen technischen Prüfungen erfolgte auch eine Bewertung der Bedienung und Wartung des Gerätes: leichte Reinigung und Handhabung waren dabei ebenso eine Voraussetzung wie der einfache Filterwechsel. Zudem muss die Konstruktion geeignet sein, auch bei winterlichen Temperaturen (-15°C) ein Einfrieren des Wärmetauschers zu verhindern. Hierfür gibt es neben der normalen Frostschutzfunktion optional ein Vorheizregister. (gra)

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