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Studie der BfEE: Gute Zukunftsperspektiven für Energiedienstleistungsmarkt

Die im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingerichtete Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) hat eine Studie über den Markt für Energiedienstleistungen in Deutschland veröffentlicht. In der wissenschaftlichen Studie wird von den drei Gutachtern Prognos AG, IFEU-Institut und Hochschule Ruhr-West eine Abschätzung des aktuellen Marktvolumens in Deutschland vorgenommen.

Die im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingerichtete Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) hat eine Studie über den Markt für Energiedienstleistungen in Deutschland veröffentlicht. In der wissenschaftlichen Studie wird von den drei Gutachtern Prognos AG, IFEU-Institut und Hochschule Ruhr-West eine Abschätzung des aktuellen Marktvolumens in Deutschland vorgenommen. Zugleich werden zukünftige Entwicklungsperspektiven aufgezeigt. Als Grundlage für die Analysen dienen den Instituten dabei eigens durchgeführte Erhebungen zu den Teilmärkten Energieberatung, Energiemanagement sowie Energie-Contracting.

Nach Angaben des BAFA belegt die Studie: Es gibt bereits heute einen gut entwickelten und lebendigen Markt für Energiedienstleistungen in Deutschland. Darüber hinaus stufen die befragten Marktakteure die Entwicklungs- und Wachstumsperspektiven überwiegend als positiv ein. Gleichzeitig wurden neben einer ganzen Reihe von fördernden Faktoren, auch Hemmnisse für die weitere Entwicklung des Marktes identifiziert, die es zu beseitigen gilt.

Wachstum des Energieberatungsmarkts

Konkret stellt die Studie etwa fest, dass es in Deutschland derzeit bis zu 14.000 Energieberater gibt und diese in großer Mehrzahl (rund 75%) für die nächsten Jahre von einem weiteren Wachstum des Energieberatungsmarkts ausgehen. Für den Bereich der Energiemanagement-Dienstleistungen wurde ermittelt, dass das Marktvolumen bis zu 500 Millionen Euro pro Jahr beträgt, bei einem gleichzeitig erwarteten starken Anstieg in der Zukunft. Das Marktwachstum im Bereich Contracting betrug in den letzten Jahren teilweise bis zu 14%. Für alle Energiedienstleistungs-Teilmärkte wurden somit zum Teil erhebliche Wachstumstendenzen und weiteres Entwicklungspotenzial festgestellt. Gleichzeitig wurden neben spezifischen Hemmnissen zur Entwicklung des Marktes aber auch häufig Informationsdefizite, hohe Transaktionskosten und Unsicherheiten der jeweiligen Kunden identifiziert.

Energiedienstleistungsgesetz

Die Ergebnisse der Studie wurden auf einer Veranstaltung im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) offiziell vorgestellt. Dabei wurde mit Verbänden über den Stand, die Chancen und Perspektiven sowie förderliche Faktoren und Hemmnisse bei der Entwicklung des Marktes in Deutschland diskutiert. Ebenfalls wurde eine Einordnung der Studienergebnisse im Hinblick auf die gem. § 13 Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) von der BfEE durchzuführende Zwischenüberprüfung vorgenommen.

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