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4 Schritte zum klimaneutralen Gebäudebestand

Die Energieeffizienz von Mehrfamilienhäusern entwickelt sich zu langsam, dies bestätigen aktuelle Untersuchungen von Techem. Wärmeverbrauch und CO2-Emissionen gehen nicht wie gewünscht zurück.

Schritte zum klimaneutralen Gebäudebestand

Deshalb stellt das Unternehmen Lösungsansätze vor, die die bisherigen Instrumente für Klimaschutz insbesondere in Bestandsgebäuden ergänzen sollen. "Entscheidend für das Lösungsangebot sind für Techem neben dem Ausmaß der CO2-Vermeidung die durch die eingesetzten Maßnahmen entstehenden Kosten. Nur wenn wir das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Maßnahmenmix deutlich verbessern, schaffen wir die Wärmewende zu vertretbaren Kosten", so Techem CEO Frank Hyldmar.

  • Eine Analyse des Immobilienportfolios auf Basis bereits zur Verfügung stehender Informationen: „Auf Basis der Informationen, die im Rahmen der Heizkostenabrechnung über die Immobilien eines Kunden zusammenkommen, kann dieser den energetischen Stand seiner Gebäude schnell und unkompliziert einschätzen. Energetische Daten, etwa der Wärme- und Warmwasserverbrauch pro Quadratmeter, werden dazu anonymisiert mit dem regionalen Durchschnittswert verglichen", beschreibt Dr. Rainer Baumann, Head of Solution Management bei Techem. Das zeige dem Immobilienverantwortlichen auf den ersten Blick, bei welchen Immobilien seines Portfolios eine Modernisierung am sinnvollsten ist. Eine Begehung sämtlicher Liegenschaften falle damit im ersten Schritt weg und sei bei Bedarf nur noch für Detailanalysen oder die spätere Planung der Maßnahmen nötig. Das verkürze gerade bei großen Immobilienportfolios den Analyseprozess und verringere den Aufwand. 
  • Wärmeerzeuger effizienter betreiben: Die Heizungsanlagen in Deutschland entsprechen oft nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und verbrauchen unnötig viel Energie. Doch auch ohne einen Austausch der Anlagen lässt sich deren Energiebilanz oft deutlich verbessern, indem sie optimal eingestellt, besser überwacht und frühzeitig gewartet werden. Das erfordert allerdings nicht nur Know-how, sondern bindet in Wohnungsunternehmen auch Ressourcen. Die Aufschaltung von Heizungsanlagen auf einen digitalen Leitstand kann dabei Abhilfe schaffen: Die Anlagen werden nach einer Feinjustierung der Kesselparameter durchgehend überwacht und Abweichungen vom Soll-Betrieb zeitnah bemerkt. Vorausschauende Wartung und frühzeitige Reaktion bei Störungen minimieren Versorgungsausfälle und sorgen für einen durchgehenden und effizienten Betrieb. Das spart Brennstoff, verringert damit die CO2-Emissionen und obendrein die Brennstoffkosten für die Mieter.
  • Optimierung des Verteilsystems: Der nächste Schritt in der Wertschöpfungskette ist die effiziente Verteilung der Wärme in die Wohnungen. Dazu ist ein hydraulischer Abgleich nötig, der in vielen Wohngebäuden noch fehlt. Ohne ihn muss die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage zumeist unnötig hoch eingestellt werden, was den Brennstoffverbrauch und damit Heizkosten und CO2-Emissionen in die Höhe treibt.
  • Wärme sparsamer verwenden: Am Ende der Wärmewertschöpfungskette steht die Nutzung der Wärme in den Wohnungen. Auch hier sieht Techem Ansätze für geringinvestive Technologien, um die Bewohner beim Energiesparen zu unterstützen. Konkret geht es dabei um Smart Home-Lösungen zur Einzelraumtemperaturregelung, die in Einfamilienhäusern schon deutlich weiter verbreitet sind als im Mehrfamilienhausbereich und für Energieeinsparungen von über 15 Prozent sorgen können. (fei)
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