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aib führt BIM in die eigenen Planungsprozesse ein

Die aib GmbH führt schrittweise und systematisch Building Information Modeling (BIM) ein. Erste Projekte zeigen die Vorteile von BIM für eine Optimierung der integralen Arbeitsweise.

Unterstützt werden die Architekten und Ingenieure dabei von der Düsseldorfer DeuBIM Gruppe. Gemeinsam wurde ein systematischer BIM-Fahrplan entwickelt, der nun bei ersten Projekten umgesetzt wird. "Wie in einem Laboratorium arbeiten wir uns von Stufe zu Stufe in die Zukunft", erklärt Michael Blank, BIM-Koordinator bei aib.

Neues Level durch BIM für den eigenen Planungsansatz

Mit dem zentralen 3D-Modell ist BIM eine neue Form der interdisziplinären Teamarbeit. Die simultane Vernetzung aller am Planungsprozess Beteiligten wird damit überhaupt erst möglich. Statt der isolierten und stufenweisen Tätigkeit einzelner Planungspartner steht von Anfang an der gemeinschaftliche Projekterfolg im Vordergrund. 

Vorteile durch BIM bei Planung und Steuerung

"Die Planungsprozesse selbst und der Austausch mit den Fachplanern und Bauherren verändern sich mit BIM nicht wesentlich. Wir erhalten aber ein besseres Werkzeug an die Hand, was im Detail enorme Auswirkungen hat", erklärt Kai-Uwe Lompa, Geschäftsführer der aib.  Die neue Arbeitsweise bietet aib die Möglichkeit, Pläne aus Abfragen der zentralen Datenbasis zu generieren. Dies schafft Verbesserungen mit Blick auf die Qualität, Kosten und Aktualität der Planinformationen.

Neben der reinen 3D-Visualisierung wird eine optimierte Koordination der Fachmodelle erreicht sowie eine teilautomatisierte Kollisionsprüfung und Verbesserungen bei der Planhaltung. Über die geometrischen Angaben der Bauelemente hinaus werden Informationen zu Materialeigenschaften, Kosten und Terminen strukturiert und für Auswertungen und Analysen verfügbar gemacht. Aus dem erstellten Modell kann aib z.B. auch verschiedene Varianten im Hinblick auf die Bauprozesse ableiten. BIM bietet hier deutlich mehr Sicherheit, als bisherige Planungsmethoden.

BIM optimiert Projektablauf für Siemens

Bereits in der Einführungsstufe arbeitet ein Team aus Architekten, Tragwerksplanern und TGA-Ingenieuren mit dem integrierten Modell in der Praxis. Erste Mehrwerte für die Planer und den Bauherrn ergeben sich beim aktuellen Projekt einer neuen Wartungshalle für das Siemens Turbinenwerk in Mülheim an der Ruhr. Um die Qualität des räumlichen Umfelds zu erhalten, wird die neue Halle behutsam in den Bestand eingefügt.

Dabei besteht eine der größten Herausforderungen darin, dass der laufende Betrieb auch während der Bauphase nicht gestört werden soll – ein extrem schwieriges Unterfangen, da der Standort der neuen Halle wichtige Produktions- und Logistikabläufe berührt. Gerade bei solchen komplexen Aufgaben im Industriebau bewährt sich die frühzeitige Entdeckung und Lösung geometrischer und technischer Konflikte zwischen allen Planungsgewerken mit BIM. Zudem konnten durch das Modeling bereits wichtige Erkenntnisse für den optimalen und wirtschaftlichen Bauablauf an dem beengten und komplexen Standort gewonnen und in das Projekt eingebracht werden. (fei)

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