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Ehemaliger Wasserturm zum ersten Nullenergiehochhaus der Welt umgebaut

Der Radolfzeller aquaTurm ist jetzt ein Nullenergiehochhaus. Das Hotel in dem ehemaligen Wasserturm versorgt sich mithilfe von Solar- und Geothermie sowie Windkraft und Photovoltaik zu 100 Prozent selbst mit Energie.

Passivhaus-Fassade

Die Umwandlung des Wasserturms in ein Nullenergie-Hotel wurde vom Bundesumweltministerium als Demonstrationsanlage gefördert und dauerte insgesamt über acht Jahre. Der Ursprungsbau wurde mit einer Passivhaus-Fassade mit 1.000 Photovoltaikmodulen sowie einer solarthermischen Anlage ausgestattet. Diese deckt mit rund 32.000 kWh/a etwa die Hälfte des Gesamtwärmebedarfs ab. Das Heizen und Kühlen der Räumlichkeiten übernimmt ergänzend eine modulierende Wasser-Wasser-Wärmepumpe, die ca. 37.000 kWh/a an Wärme sowie über das „Free Cooling Prinzip“ 13.200 kWh/a an Kälte liefert

Flächentemperierung

Für das Innere des Hotels hat man sich für eine Flächentemperierung entschieden. Die Baubeteiligten wählten das Klett Nassbausystem, diese Lösung ermöglicht eine Ein-Personen-Verlegung, bei der die spiralförmig mit einem Klettband umwickelten Rohrleitungen auf die zugehörige Verlegeplatte aufgedrückt werden und sich so mit der darauf befindlichen Haftfolie verzahnen. Um die optimale Stand- und Trittfestigkeit des Systems sicherzustellen, kommen in den Zimmern besonders strapazierfähige Rollplatten zum Einsatz. Diese wurden speziell für die höheren Drucklasten in Hotels oder Ausstellungsräumen entwickelt.

Regelungsmodul Uponor Smatrix Base

Über die Flächentemperierung werden die Räumlichkeiten des aquaTurms nicht nur beheizt, sondern auch gekühlt. So wurde auf jeder Etage des Hotels ein Regelungsmodul des Typs Uponor Smatrix Base installiert, das standardmäßig mit einer Kühlfunktion ausgestattet ist und über ein externes Signal zwischen den verschiedenen Modi wechseln kann. Im Kühlfall bietet die Regelung einen Schutz vor Taupunktunterschreitung, wodurch Schäden an der Bausubstanz durch Kondensation vermieden werden. Darüber hinaus passt die intelligente Autoabgleich-Funktion den Massenstrom in jedem Heizkreis regelmäßig an die Veränderungen im System oder im jeweiligen Raum an. (fei)

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