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VDE, Smart Living, Smart Home

Der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) fordert in seiner neuen Studie „Smart Living“ eine Wirtschaftsinitiative, um die Entwicklung eines Leitmarktes für Smart Living-Services „Made in Germany“ zu beschleunigen.

"Den Dienstleistungssektor nicht anderen überlassen"

Die branchenübergreifende Zusammenarbeit der Unternehmen in Smart Living-Segmenten müsse intensiviert und das Vorgehen von Wirtschaft und Politik in einer Wirtschaftsinitiative eng verzahnt werden. "Unser Fazit ist eindeutig: Eine Wirtschaftsinitiative bietet die Chance, die gemeinsame Kreativität und Innovationskraft großer und mittelständischer Unternehmen sowie von Startups zu bündeln und Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter von Smart Living-Systemen und Services zu etablieren", erklärt VDE-Geschäftsführer Ansgar Hinz. Durch die schnelle Vernetzung der bestehenden Initiativen und Aktivitäten, durch die Schaffung gemeinsamer Ziele und die konsequente Nutzung von Synergien könnten die Erfolgschancen deutscher Unternehmen wesentlich verbessert werden, so Hinz weiter. 

Er warnt: "Bei intelligenten Komponenten und Geräten sind deutsche Unternehmen weltweit führend. Bei Anwendungen und Diensten hapert es noch. Hier haben US-amerikanische Unternehmen wie Google, Apple, Amazon derzeit die Nase vorn." Was Deutschland im internationalen Wettstreit nach vorne bringt, sei die intelligente Vernetzung über Systemgrenzen und -ebenen hinaus. Die deutsche Industrie müsse es schaffen, neue Services und Geschäftsmodelle gemeinsam zu entwickeln und mit internationaler Strahlkraft zu etablieren. "Wir sollten aus den Erfahrungen, die wir im Bereich Mobilfunk vor zehn Jahren gemacht haben, lernen und den Dienstleistungssektor nicht den anderen überlassen", sagt Hinz.

Über eine Milliarde Euro bis 2020

Bis 2020 prognostiziert der VDE für den deutschen Markt eine Wertschöpfung an Smart Living-Produkten, -Systemen und -Services von über einer Milliarde Euro. Die Studie zeigt, welche Produkte erfolgversprechend sind und was jetzt getan werden muss, damit „Smart Living“-Anwendungen und Dienste „Made in Germany“ zum Exportschlager werden. Im Vordergrund steht dabei weniger die technische Realisierung des Smart Home auf Komponentenebene als vielmehr die vielfältigen intelligenten Anwendungen und Dienste in den Bereichen Sicherheit der Wohnumgebung, Energieeffizienz und Energiemanagement, Assistenzsysteme wie auch Unterhaltung und Bürokommunikation, die damit möglich werden.

Innovationshürden bremsen Wachstum

Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt die Gründung der neuen „Wirtschaftsinitiative Smart Living“. Dazu zählen die Förderung zukunftssicherer Konzepte, die Einigung auf grundlegende Qualitätsanforderungen, die Förderung technologie-neutraler Interoperabilität, Informationssicherheit und Datenschutz sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen. So könnte die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Investitionen in eine Smart Living-Infrastruktur in der heimischen Umgebung fördern, um den Markt zu beleben. (fei)

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