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HBCD-haltige Dämmstoff-Abfälle, Dämmung

Zahlreiche Verbände aus Handwerk, Bau-, Dämmstoff-, Entsorgungs- und Kunststoffbranche haben im März 2017 die Aktionsgemeinschaft „AG EHDA“ gegründet.  Das Ziel: durch eine sichere Verwertung das Flammschutzmittel HBCD aus dem Stoffkreislauf ausschleusen.

Etablierter Entsorgungsweg wurde gekappt

Auf diese Weise soll ein weitere Imageschaden für das Thema Dämmung, den Klimaschutz und die Branche insgesamt vermieden werden. Die AG-Mitglieder sprechen sich in einem Positionspapier außerdem dafür aus, HBCD-haltige Dämmstoff-Abfälle wieder als „nicht gefährlichen Abfall“ einzustufen, wie es bis Ende September 2016 der Fall war.

Die AG betont, dass die energetische Verwertung HBCD-haltiger Dämmstoff-Abfälle in thermischen Abfallbehandlungsanlagen und gemischt mit anderen Abfällen einerseits ein jahrzehntelang bewährter, für Mensch und Umwelt sicherer und zudem wirtschaftlicher Prozess sei. Andererseits hätten die akuten Entsorgungsengpässe im Herbst 2016 gezeigt, dass die Einstufung von HBCD-haltigen Dämmstoff-Abfällen als „gefährlicher Abfall“ nicht wie geplant zu einer besseren Nachverfolgung und Ausschleusung des als POP-Stoff klassifizierten HBCD führe. Stattdessen sei ein etablierter Entsorgungsweg zum Erliegen gebracht worden.

Rückkehr zur alten Verfahrensweise

Durch die Rückkehr zur alten Verfahrensweise aus der Zeit vor dem 30.09.2016, gegebenenfalls ergänzt durch eine angepasste Dokumentationspflicht, könnten etablierte Wege der Ausschleusung und Zerstörung des POP-Stoffs HBCD wieder genutzt werden. Zurzeit gäbe es noch keine alternativen Verwertungsverfahren im Markt. Die AG EHDA sieht sich auch als Plattform, weitere Ansätze für zukünftige Entsorgungswege zu entwickeln. Mehr Infos zum Thema finden Interessierte unter www.agehda.de. (fei)

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