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Abgaswärmetauscher Querschnitt

AWT-Anlagen bieten Industriebetrieben, in deren Produktionsprozess große Mengen an Abwärme anfallen, erhebliches Einsparpotenzial an Stromkosten und Schadstoffen. Ein Beispiel dafür ist die Firma Bulten.

Das Unternehmen aus Bergkamen, Hersteller von Schrauben, nutzt die Abgaswärmetauscher (AWT)-Technologie, um die so gewonnene Wärme erneut dem Produktionsprozess zuzuführen. Dafür zeichnete sie der Kreis Unna bereits 2016 mit der Klimaschutzflagge aus, und die EnergieAgentur.NRW kürt das Konzept zum Projekt des Monats Januar 2017.

Hohe Abwärmentweichung in der Industrie

Nach einem Brand im Jahr 1992 baute Bulten seine Gebäude neu auf und installierte hochmoderne Produktionsstraßen.  Kaltumformteile sowie spezielle Schrauben und Verbindungselemente, die bei diversen Automobilherstellern zum Einsatz kommen, werden dort produziert. Der Herstellungsprozess findet bei hohen Temperaturen statt und ist daher sehr energieintensiv. Ein speziell für das Unternehmen entwickelter Abwärmetauscher  gewinnt die Energie allerdings zurück. Diese Abwärmetauscher sind auf den Härteöfen installiert und sorgen dafür, dass die Wärme aus den Abgasen, die bis zu 450° C heiß sind, wieder nutzbar gemacht wird.

AWT-Anlage senkt Kohlendioxidbelastung und Stromkosten

Durch die neue Anlagenführung wird die Umwelt in Zukunft bedeutend entlastet: neben dem eingesparten Gas wird der Kohlendioxidausstoß um rund 214 Tonnen pro Jahr reduziert. Auch beim Strom wird gespart – 49 Tonnen CO2 pro Jahr braucht die Produktionsanlage nun weniger. Neben den positiven Auswirkungen für die Umwelt, rentiert sich die Modernisierung auch schnell. Bei Energieeinsparungen von etwa 1.000.000 kWh pro Jahr und einem Preis von 0,038 €/kWh ergibt sich eine eingesparte Summe von rund 38.000 Euro im Jahr. Im Bereich des Stroms liegt die Einsparung bei etwa 12.000 Euro pro Jahr.Die 170.000 Euro teure Anlage amortisiert sich durch ihre innovative Verwendung schon nach zweieinhalb Jahren.

Investition in Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Speziell für gewerbliche Unternehmen, die Feuerstätten mit hohen Abgastemperaturen betreiben, lohnt sich der Einbau eines Abgaswärmetauschers. Geht man von stetig weiter steigenden Energiepreisen aus, kann sich eine derartige Anlage bereits nach wenigen Jahren amortisieren. Darüber hinaus wird mit der CO2-Einsparung auch die Umwelt entlastet und der CO2-Fußabdruck des Unternehmens (CCF) bzw. der Produkte (PCF) verbessert. (aho)

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